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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verspricht auf einem Hoftag dem Abt Theoderich von Stablo, die Übertragung Malmedys an Erzbischof Anno von Köln rückgängig zu machen, wenn deren Unrechtmäßigkeit durch Urkunden seiner Vorgänger belegt werden könne, steht allerdings unter dem Einfluß Annos von diesem Versprechen ab. Als daraufhin trotz der von Anno erwirkten Drohung des Lehnsentzuges die Stabloer Mönche mit den Reliquien des heiligen Remaclus bei Hofe erscheinen und, unterstützt durch das Volk, schließlich Heinrich selbst mit den Reliquien und den alten Privilegien konfrontieren, wird eine Entscheidung dadurch verhindert, daß Anno sich vom Hofe entfernt hatte und sein von ihm berufener Stellvertreter, Herzog Gottfried (der Bärtige von Niederlothringen), erklärt, einen Urteilsspruch in Abwesenheit seines Lehnsherren nicht akzeptieren zu können, woraufhin die Angelegenheit wiederum auf einen weiteren Hoftag verschoben wird.

Überlieferung/Literatur

Triumph. Remacli I, 14 f. (SS 11, 444 f.).

Kommentar

Den groben Rahmen der Datierung bietet der Triumph. Remacli I, 14 (SS 11, 444): tempore . . . quadragesimalis parsimoniae observantia (= zwischen 1. März und 15. April). Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 495 Anm. 12. Am 11. März hielt sich Heinrich IV. noch in Rheinbach auf (vgl. Reg. 436), am 16. April bereits in Utrecht (vgl. Reg. 438). – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 495 ff.; Dupréel, Histoire critique de Godefroid le Barbu (1904) 113 und 155; Oediger, Regesten d. Erzbischöfe von Köln 956; Jenal, Erzbischof Anno II. von Köln 2, 75 ff.; Mohr, Geschichte des Herzogtums Lothringen 2, 42 f.; Vogtherr, Der König und der Heilige (1990) 12 f.; Swinarski, Herrschen mit den Heiligen (1991) 116.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 437, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1066-03-00_1_0_3_2_3_437_437
(Abgerufen am 29.05.2017).