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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Gottfried (der Bärtige) wird zum Herzog von Niederlothringen und Vogt des Klosters Stablo ernannt. Auf einer unter seinem Vorsitz tagenden Gerichtsversammlung wird der Klage Abt Theoderichs auf Restitution Malmedys grundsätzlich stattgegeben, eine endgültige Entscheidung jedoch auf Betreiben Annos von Köln auf einen weiteren Hoftag verschoben.

Überlieferung/Literatur

Triumph. Remacli I, 13 (SS 11, 443 f.): (sc. Godefridus) ducamen cum advocatione Stabulensi adeptus, magister militiae Lotharingiae denuo sublimatur. . . . Godefridus . . . recte iudicat vicario sancti Remacli bonum debere restitui . . . Cuius sententiae multis ex aequo assentientibus, solus ex adverso obnitens contradicit archiepiscopus. . . . episcopus . . . induciis acceptis consilium differt in proxima curia.

Kommentar

Die urkundlichen Nachweise zeigen Heinrich IV. bis Ende August und ab Mitte Oktober in Goslar. Da Herzog Friedrich (II.) von Niederlothringen erst am 28. August 1065 starb, dürfte die Besetzung in den Aufenthalt im Oktober fallen. Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 472 mit Anm. 145. – Nach dem Triumph. Remacli lag der Grund für die zögerliche Haltung Gottfrieds in dessen Lehnsverhältnis zu Anno von Köln. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 472 ff.; Dupréel, Histoire critique de Godefroid le Barbu (1904) 108 ff. und 155; Oediger, Regesten d. Erzbischöfe von Köln 951; Wehlt, Reichsabtei und König (1970) 230; Jenal, Erzbischof Anno II. von Köln 1, 72 ff.; Mohr, Geschichte des Herzogtums Lothringen 2, 41 f.; Vogtherr, Der König und der Heilige (1990) 12 und 25; Swinarski, Herrschen mit den Heiligen (1991) 115 f.; Seibert, Geld, Gehorsam, Gerechtigkeit, Gebet (VuF 69, 2009) 314.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 421, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1065-10-00_1_0_3_2_3_421_421
(Abgerufen am 20.10.2017).