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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Speyer zum Seelenheil seiner Großeltern, Kaiser Konrads (II.) und Giselas, und seines Vaters, Heinrichs (III.), aufgrund der Intervention Erzbischof Adalberts von Bremen sowie in Anbetracht der treuen Dienste Bischof Einhards die im Speyergau in der Grafschaft des Grafen Heinrich gelegene Abtei des hl. Lambert (abbaciam sancti Lamberti) nebst allem Zubehör zu freiem Eigen. – Sigehardus canc. vice Sigefridi archicanc.; in wörtlicher Übereinstimmung mit D. 165 geschrieben wohl gleichfalls von SC. Cum omnibus Christi ecclesiis munificencie.

Originaldatierung:
(III kal. septembr., Goslarie)

Überlieferung/Literatur

Kop.: Codex minor Spirensis (13. Jh.) f. 44', Generallandesarchiv Karlsruhe (C); Liber privilegiorum Bruchsal (15. Jh.) Bd. 1 f. 9 (G1); Bd. 2 f. 15', ebenda (G2). – Drucke: Würdtwein, Subsidia diplomatica 4, 325 n° 88 aus C; Remling, UB von Speyer 1, 54 n° 53 aus C; MGH DD 6, 215 n° 166. – Reg.: Dümgé, Regesta Badensia 20; Böhmer 1803; Stumpf 2681.

Kommentar

Das Kloster des hl. Lambert, des Schutzheiligen der Lütticher Kirche, war 977/978 vom Großvater Konrads II., Herzog Otto von Kärnten, gegründet worden. Vgl. Breßlau, Jbb. Konrads II. 1, 2 Anm. 4. – St. Lambert/Lambrecht gehört zu jenen Abteien, die während der beherrschenden Stellung Adalberts von Bremen in der Reichsregierung (vgl. Reg. 362) vergeben worden sind. Zum Vorwurf der ‚Verschleuderung' von Abteien, den Lampert 1063 (SS rer. Germ. [1894] 89 f.) erhebt, vgl. Reg. 414. – Ortsnamen: abbacia sancti Lamberti = (St.) Lambrecht sw. Bad Dürkheim am Speierbach. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 467; Seibert, Libertas und Reichsabtei (Salier 2, 1991) 544; C. Ehlers, Metropolis Germaniae (1996) 100 f., 133, 154 und 359 f.; Vogtherr, Reichsabteien (2000) 44 ff., 51 und 304; Schenk, Kloster Limburg (2002) 218; sowie die Bemerkungen zu Reg. 410.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 411, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1065-08-30_2_0_3_2_3_411_411
(Abgerufen am 23.01.2017).