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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich fordert auf Anstiften Erzbischof Adalberts von Bremen von Abt Udalrich von Lorsch die Verlehnung eines einträglichen Gutes an einen königlichen Vasallen, in der Hoffnung, den Abt bei Zuwiderhandlung der Majestätsbeleidigung (regalem offensam) bezichtigen zu können, was der Abt jedoch durch Erfüllung dieser Forderung verhindert.

Überlieferung/Literatur

Cod. Lauresh. c. 123c (Glöckner 393).

Kommentar

Zur zeitlichen Einordnung vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 476 mit Anm. 156, der auf die unmittelbar folgende Passage (Post hec episcopus cum rege Saxoniam reversus) verweist; entsprechend auch Wehlt, Reichsabtei und König (1970) 58. – Als unmittelbare Reaktion auf diese Vorgänge dürfte der Brief n° 67 aus der Wormser Briefsammlung (MGH Briefe d. dt. Kaiserzeit 3, 111 ff.) geschrieben sein, in dem die Lorscher Mönche unter Verweis auf die jahrzehntelange Mißwirtschaft des Klosters die Vergabe rückgängig zu machen suchen und hierzu Erzbischof Siegfried von Mainz um Beistand bei Abt Udalrich und der Kaiserin Agnes bitten; zur Datierung des Briefes (10.–15. August 1065) vgl. Bulst-Thiele, Ein Brief aus Lorsch, DA 1 (1937) passim. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 476; Wehlt, Reichsabtei und König (1970) 58; Urkundenreg. zur Tätigkeit des deutschen Königs- und Hofgerichts 1 n° 120.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 406, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1065-08-08_3_0_3_2_3_406_406
(Abgerufen am 28.05.2017).