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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verleiht Erzbischof Anno von Köln die Abtei Vilich (Filike).

Überlieferung/Literatur

Cod. Lauresh. c. 123c (Glöckner 392).

Kommentar

Die Verleihung wird im Cod. Lauresh. zusammen mit derjenigen Malmedys und Kornelimünsters (vgl. Reg. 399. 400) erwähnt und erfolgte wohl ebenfalls auf dem Trierer Hoftag. Vgl. Oediger, Regesten d. Erzbischöfe von Köln 945; zur Datierung Reg. 393. – Vilich war zu diesem Zeitpunkt kein Damenstift, wie R. Schieffer, in: Rheinische Geschichte 1/3, 128 meint, sondern Frauenkloster. Vgl. Giersiepen, Kanonissenstift Vilich (1993) 60. – Vilich gehört zu jenen Abteien, die während der beherrschenden Stellung Adalberts von Bremen in der Reichsregierung (vgl. Reg. 362) vergeben worden sind. Zum Vorwurf der ‚Verschleuderung' von Abteien, den Lampert 1063 (SS rer. Germ. [1894] 89 f.) erhebt, vgl. Reg. 414. – Die Stellung Vilichs als erzbischöfliches Kloster war nicht von langer Dauer; spätestens 1144 war es wieder Reichsabtei (vgl. DK.III. 105). Vgl. Giersiepen, Kanonissenstift Vilich (1993) 53. – Ortsnamen: Filike = Vilich nö. Bonn, heute Stadtteil von Bonn. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 465; Semmler, Klosterreform (1959) 169; Oediger, in: Gesch. d. Erzbistums Köln 1, 187; Rosen, Stellung der Kölner Erzbischöfe, Jb. d. Kölnischen Geschichtsvereins 41 (1967) 146 und 151 ff.; Wehlt, Reichsabtei und König (1970) 56 und 216; Jenal, Erzbischof Anno II. von Köln 1, 62 f. mit Anm. 25 und 2, 302; R. Schieffer, in: Rheinische Geschichte 1/3, 128; Vogtherr, Der König und der Heilige (1990) 11; Seibert, Libertas und Reichsabtei (Salier 2, 1991) 541 f.; Swinarski, Herrschen mit den Heiligen (1991) 114 f. mit Anm. 141; Giersiepen, Kanonissenstift Vilich (1993) 52 f. und 61; Vogtherr, Reichsabteien (2000) 43 ff. und 51.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 401, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1065-06-29_8_0_3_2_3_401_401
(Abgerufen am 27.05.2017).