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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich bestätigt der Abtei St. Maximin bei Trier (in suburbio Treuirorum) aufgrund der Intervention der Erzbischöfe Adalbert von Bremen, Anno von Köln und Eberhard von Trier, der Bischöfe Ellenhard von Freising und Dietrich von Verdun, der Herzöge Gerhard (von Oberlothringen) und Gottfried (des Bärtigen von Niederlothringen) sowie Markgraf Ottos (von Meißen) die Privilegien seiner Vorgänger, namentlich Königsschutz, die Immunität, freie Abts- und Vogtwahl, Zollfreiheit aller Schiffe sowie das Zugangs- und Handelsrecht für bestimmte Städte. – Sigehardus canc. vice Sigefridi archicanc.; wörtliche Wiederholung des DH.II. 94 (VU), geschrieben auf einem von SD hergerichteten Blankett von einem sonst nicht nachweisbaren Schreiber; M.; SI. 2. Quoniam regalis antecessorum nostrorum providentia.

Originaldatierung:
(Treveris)

Überlieferung/Literatur

Orig.: Ms. lat. 9266, Bibliothèque Nationale Paris (A). – Kop.: Chartular von St. Maximin (13. Jh.) f. 50 (53), Landeshauptarchiv Koblenz (C); Originaltranssumpt Kg. Karls IV. vom 24. Februar 1354, Stadtarchiv Trier (D). – Faks.: Kölzer, Urkundenfälschungen des Klosters St. Maximin Taf. 21. – Drucke: Wampach, Urkunden- und Quellenbuch zur Geschichte der altluxemburg. Territorien 1, 429 n° 289 aus A; Beyer, Mittelrhein. UB 1, 416 n° 360 aus C; Posse, CD Saxoniae regiae 1, 1, 326 n° 129 unvollst. aus C; MGH DD 6, 204 n° 158. – Reg.: Mittelrhein. UB 2, 658 n° 401; Wauters, Table chronol. 1, 516; Goerz, Mittelrhein. Regesten 1397; Breßlau, Westdeutsche Zeitschrift 5, 28 n° 47; Böhmer 1797; Stumpf 2674.

Kommentar

Es handelt sich um eines von mehreren DD., die ohne Monats- und Tagesangabe während Heinrichs IV. Aufenthalt in Trier entstanden sind; zur Datierung vgl. Reg. 393. – DH.II. 94 geht seinerseits auf DO. II. 42 zurück, wobei als verlorene Zwischenglieder Urkunden Konrads II. und Heinrichs III. anzunehmen sind, die der Fälschungsaktion des 12. Jh. zum Opfer fielen (vgl. Reg. 397). – Zu den Bestrebungen Erzbischof Eberhards von Trier, die Abtei St. Maximin für das Erzstift zurückzugewinnen (Gesta Trev., Cont. I c. 8 [SS 8, 181 f.]), vgl. Wisplinghoff, Untersuchungen zur frühen Geschichte der Abtei St. Maximin bei Trier (1970) 47 und 55; sowie Kölzer, Urkundenfälschungen des Klosters St. Maximin (1989) 110 ff. – Über die Intervenienten Gawlik, Intervenienten 36 f. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb 1, 460; Kölzer, Urkundenfälschungen des Klosters St. Maximin (1989) 118; Seibert, Libertas und Reichsabtei (Salier 2, 1991) 543 mit Anm. 182.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 396, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1065-06-29_4_0_3_2_3_396_396
(Abgerufen am 26.07.2017).