Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

Sie sehen den Datensatz 385 von insgesamt 802.

Heinrich bestätigt dem Kloster St. Blasien zu seinem Seelenheil aufgrund der Intervention seiner Getreuen dessen schon von Kaiser Otto (II.) zu freiem Eigen verliehenen Besitzungen, verleiht die Immunität innerhalb angegebener Grenzen (cellam . . . ab Ottone . . . imperatore deo et sancto Blasio cum locis circumiacentibus et terminatione eorum in proprium traditam concessam confirmatam . . . tradidimus concessimus confirmavimus, ab omnium iure separavimus . . . in eadem terminatione) und bestätigt die Schenkung einer Hufe in Haltingen durch Bischof Dietrich von Basel, die Übertragung einer weiteren Hufe in Brunnadern sowie eines Drittels von (Ober-/Unter-)Wangen (mansum I in villa Hahaltingen a Theoderico Basileiensis . . . episcopo . . . traditum et alterum Brunnaderon terciamque partem Wangen . . . confirmavimus). – Sigehardus canc. vice Sigesridi archicanc.; nach einem Diktat von SA mit einiger Freiheit geschrieben von SC; M.; SI. 2. Ad perpetuam nobis in Christo felicitatem.

Originaldatierung:
(VI id. iun., Basileam)

Überlieferung/Literatur

Orig.: Generallandesarchiv Karlsruhe (A). – Drucke: Trouillat, Monuments de Bâle 1, 185 n° 122; MGH DD 6, 199 n° 154; Braun, UB St. Blasien 1, 30 n° 18. – Reg.: Hidber, Schweizer. Urkundenregister 1394; Böhmer 1794; Stumpf 2670.

Kommentar

Grundsätzlicher Fälschungsverdacht bei Wollasch, Muri und St. Blasien, DA 17 (1961) 442 ff., dem jedoch Ott, Das Immunitätsprivileg Heinrichs IV. für St. Blasien vom Jahr 1065, ZGO 112 (1964) 413 ff. zumindest in formaler Hinsicht widersprochen hat. Vgl. ders., Die Klostergrundherrschaft St. Blasien im Mittelalter (1969) 9 ff.; sowie Gawlik, Intervenienten 34. Ausführlich mit inhaltlichen und besitzgeschichtlichen Überlegungen Jakobs, Der Adel in der Klosterreform von St. Blasien (1968) 27 ff. – Scheibelreiter, Regierungsantritt, MIÖG 81 (1973) 11 ff. nimmt in Basel eine Huldigung durch die burgundischen Großen an. Er verweist auf die zwischen 9. April 1065 und 19. April 1066 von domino regnante et regem expectante auf rex electus imperator geänderte Datierungsformel in den Urkunden Bischof Leodegars von Vienne (vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 443 Anm. 96). – Rechtsgeschichtliche Überlegungen bei Büttner, St. Blasien und das Bistum Basel im 11./12. Jh., Zeitschrift f. Schweiz. Kirchengeschichte 44 (1950) 138 ff. – Ortsnamen: Hahaltingen = Haltingen w. Lörrach, heute Ortsteil von Weil am Rhein; Brunnaderon = Brunnadern nö. Waldshut, heute Ortsteil von Bonndorf im Schwarzwald; Wangen = Ober- oder Unterwangen nö. Waldshut. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 443 f.; A. Schäfer, St. Blasien, in: Frühe Klöster, die Benediktiner und Benediktinerinnen (Helvetia Sacra 3, 1 1986) 1166; Sütterle, Die Salier und das Elsass (2009) 35 und 62. – Nachurkunde: DH.V. 246 vom 28. Dezember 1122 (Stumpf 3185).

Nachträge (1)

Nachtrag von Markus Schäfer, eingereicht am 17.02.2012.

Auch Carl Georg Dümgé hegt Fälschungsverdacht. Vgl. Carl Georg Dümgé: Regesta Badensia, 1836.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 385, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1065-06-08_1_0_3_2_3_385_385
(Abgerufen am 24.03.2017).