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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verschiebt den für Ende Mai angesetzten Italienzug kurzfristig auf den Herbst.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in einem Brief Erzbischof A(nnos) von Köln an Papst A(lexander II.) (Giesebrecht53, 1257 f. Dokumente A n° 4).

Kommentar

Als treibende Kraft hinter der Absage des Italienzuges vermutet Glaeske, Erzbischöfe von Hamburg-Bremen (1962) 70 Adalbert von Bremen, der einen Machtzuwachs Annos von Köln habe verhindern wollen. Anno weist zwar auf seinen Ausschluß von der Entscheidungsfindung hin (quod dissipatum est, me factum est inconsulto) und gibt über die Kurzfristigkeit der Absage Auskunft (ante nostrum exitum die quinta prius); eine Schuldzuweisung an Adalbert direkt unterbleibt jedoch, vielmehr hätten die fidel(es) . . . quos nunc habet magis familiares (sc. rex) Herzog Gottfried (den Bärtigen) und ihn von den italienischen Angelegenheiten entfernt. – Nach Jenal, Erzbischof Anno II. von Köln 2, 290 kam zwar durch den gestiegenen Einfluß Adalberts eine Anno gegnerisch gegenüberstehende Parteiung bei Hofe zum Zuge, über den genauen Anteil Adalberts lasse sich jedoch keine sichere Aussage machen (ebd. 292 Anm. 36); so auch Meyer von Knonau, Jbb. 1, 428. Im Sinne Glaeskes jedoch zuletzt wieder E. Goez, Beatrix von Canossa (1995) 144. – Zu dem durch die Absage geänderten Reiseweg hin zu einem Umritt im Vollsinn Scheibelreiter, Regierungsantritt, MIÖG 81 (1973) 11. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 424 ff., zur Reaktion in Italien ebd. 430 ff.; Oediger, Regesten d. Erzbischöfe von Köln 943; Jenal, Erzbischof Anno II. von Köln 2, 282 ff.; Mohr, Geschichte des Herzogtums Lothringen 2, 38 f.; Germ. Pont. 7, 64 f. no 175; Canossa 1077. Erschütterung der Welt 2. Katalog 116 no 101 [T. Struve].

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 377, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1065-05-00_2_0_3_2_3_377_377
(Abgerufen am 29.03.2017).