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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich restituiert der bischöflichen Kirche zu Utrecht aufgrund der Intervention der Erzbischöfe Anno von Köln, Siegfried von Mainz, Adalbert von Bremen und Eberhard von Trier, des Bischofs Burchard von Halberstadt und der Herzöge Friedrich (von Niederlothringen), Gottfried (des Bärtigen) und Gerhard (von Oberlothringen) sowie in Anbetracht der treuen Dienste Bischof Wilhelms die näher bezeichneten Besitzungen, welche derselben seit der Zeit Heinrichs II. und Bischof Adalbolds von Graf Dietrich (III. von Holland) und dessen Söhnen entrissen wurden, unter Einschluß der Grafschaft Holland samt allem zum Königsbann gehörenden Zubehör sowie jenes Utrechter Lehensgutes, das Graf Dietrich dem Sohne des Bavo, Dietrich, genommen hat, und bestätigt in Erneuerung der Privilegien seiner Vorgänger, insbesondere Ottos I., für die Güter der beiden zwischen Ijssel und Lek gelegenen (Utrechter) Stifter die Immunität. – Sigehardus canc. vice Sigifridi archicanc.; Fälschung, etwa 1130 entstanden unter Benutzung des D. 128. Notum esse volumus omnibus in Christo fidelibus.

Originaldatierung:
(VI non. mai., Werede)

Überlieferung/Literatur

Kop.: Liber donationum (Ende 12. Jh.) f. 50, Rijksarchief Utrecht (C) = Bondams Chartular (13. Jh.) f. 68 (D) und Liber catenatus (Ende 14. Jh.) f. 102' (F) ebenda; Utrechter Chartular (1342/64) f. 29' (28') no 67, ebenda (E). – Drucke: Muller-Bouman, Oorkondenboek van Utrecht 1, 207 no 228 aus C; Obreen, Oorkondenboek van Holland en Zeeland 1, 42 no 87 aus CF; MGH DD 6, 168 no † 129; Koch, Oorkondenboek van Holland en Zeeland 1, 164 no 86 mit weiteren Überlieferungen. – Reg.: Wauters, Table chronol. 1, 514; Brom, Regesten van Utrecht 222; Böhmer 1780; Stumpf 2645.

Kommentar

Die offenbar zur Sicherung der zwischen der bischöflichen Kirche von Utrecht und dem Kloster Echternach strittigen Besitzansprüche (vgl. D. 116; Reg. (n. 316)) hergestellte Fälschung wurde als solche nachgewiesen von O. Oppermann, Untersuchungen zur Geschichte von Stadt und Stift Utrecht, Westdeutsche Zeitschrift 28 (1909) 233 ff. und ders., Untersuchungen zur nordniederländischen Geschichte 1 (1920) 186 ff. Vgl. R.R. Post, Eigenkerken en bisschofelijk gezag in het diocees Utrecht (1928) 209 ff.; Gladiß, Vorbem. zu D. † 129. – Zur Intervention vgl. Gawlik, Intervenienten 31 f. – Über die Auseinandersetzungen der Reichsgewalt mit Graf Dietrich III. von Holland († 1039) und dessen Nachfolgern vgl. Hirsch, Jbb. Heinrichs II. 3, 98 ff.; Breßlau, Jbb. Konrads II. 1, 206 f.; Steindorff, Jbb. Heinrichs III. 1, 293 f. und 2, 66 f.; sowie Meyer von Knonau, Jbb. 1, 272 ff. – Ortsnamen: Isla = Ijssel, mündet oberhalb Rotterdam in die Maas; Lake = Lek, mittlerer Teil des n. Rheinarmes in den Niederlanden. Zur Deutung der übrigen Ortsangaben vgl. Hirsch, Jbb. Heinrichs II. 3, 96 f. mit 97 Anm. 3. – Zu der hier erstmals begegnenden Bezeichnung Holland vgl. Hirsch, Jbb. Heinrichs II. 3, 104 Anm. 3. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 374 f. mit Anm. 18.

Nachträge (1)

Nachtrag von Dirk Jäckel, eingereicht am 27.09.2010.

Neuer Archivname:

Rijksarchief Utrecht (CDEF) > Het Utrechts Archief

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 333, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1064-05-02_1_0_3_2_3_333_333
(Abgerufen am 25.09.2017).