Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

Sie sehen den Datensatz 332 von insgesamt 782.

Heinrich verleiht der bischöflichen Kirche zu Utrecht aufgrund der Intervention der Erzbischöfe Anno von Köln, Eberhard von Trier und Adalbert von Bremen, der Bischöfe Burchard von Halberstadt und Friedrich von Münster und der Herzöge Gottfried (des Bärtigen), Friedrich (von Niederlothringen) und Gerhard (von Oberlothringen) sowie in Anbetracht der treuen Dienste Bischof Wilhelms die Grafschaft in Westvlieland und Rijnland, welche Graf Dietrich (III. von Holland) innegehabt hatte, mit dem Königsbann und allem Zubehör einschließlich Markt, Münze, Zoll und Forsten 〈sowie die Abtei Egmond〉 unter Ausschluß jeglichen Widerspruchs zu freiem Eigen (comitatum omnem in Westflinge et circa horas Reni, quem Theodricus comes habuit, cum omnibus ad bannum regium pertinentibus universisque ad eundem comitatum respicientibus, hoc est 〈abbatia Ekmunde〉 ... mercatis monetis theloneis forestis ... ecclesie Traiectensi in proprium tradidimus et in ęternum omnium contradictione remota possidendum concessimus). – Sigehardus canc. vice Sigefridi archicanc.; interpoliertes Diplom Heinrichs IV., welches von SA vermutlich unter Beteiligung des Adalger A verfaßt und wohl auch geschrieben wurde. Patrum nostrorum orthodoxorum exempla.

Originaldatierung:
(II kal. mai., Werede)

Überlieferung/Literatur

Kop.: Liber donationum (Ende 12. Jh.) f. 36', Rijksarchief Utrecht (C) = Bondams Chartular (13. Jh.) f. 49 (D) und Liber catenatus (Ende 14. Jh.) f. 91' (F), ebenda; Utrechter Chartular (1342/64) f. 29 (28) no 66, ebenda (E). – Drucke: Muller-Boumann, Oorkondenboek van Utrecht 1, 204 no 226 aus C; Obreen, Oorkondenboek van Holland en Zeeland 1, 41 no 86 aus CF; MGH DD 6, 167 no 128; Koch, Oorkondenboek van Holland en Zeeland 1, 162 no 85 mit weiteren Überlieferungen. – Reg.: Wauters, Table chronol. 1, 513; Brom, Regesten van Utrecht 221; Böhmer 1577 und 1779; Stumpf 2644.

Kommentar

Über den Notar Sigehard A vgl. Gladiß-Gawlik, Einl. XXXII f.; zur mutmaßlichen Beteiligung des Adalger A auch die Vorbem. zu D. 128. – Vgl. O. Oppermann, Untersuchungen zur Geschichte von Stadt und Stift Utrecht, Westdeutsche Zeitschrift 27 (1908) 243 f.; ders., Untersuchungen zur nordniederländischen Geschichte 1 (1920) 187 f., 2 (1921) 13 f., der die Vergabung der Abtei Egmond noch als originalen Bestandteil des D. betrachtete. Die Annahme einer Verunechtung erfährt jedoch durch die Privilegien der Päpste Innocenz II. (JL 8083) und Innocenz III. (Potthast 4199), mittels derer das Kloster der römischen Kirche unterstellt wurde, eine zusätzliche Stütze. Vgl. die Vorbem. zu D. 128. – Über die Intervenienten vgl. Gawlik, Intervenienten 31. – Ortsnamen: Westflinge = Westvlieland, Landschaft in Nordholland zwischen Rekere und Ijsselmeer (Zuidersee); Ekmunde = Egmond sw. Alkmaar. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 372 u. 374 f. mit Anm. 18.

Nachträge (1)

Nachtrag von Dirk Jäckel, eingereicht am 27.09.2010.

Neuer Archivname:

Rijksarchief Utrecht (CDEF) > Het Utrechts Archief

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 332, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1064-04-30_1_0_3_2_3_332_332
(Abgerufen am 23.01.2017).