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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich verleiht dem Grafen Werner den Hersfelder Klosterhof Kirchberg.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1064 (SS rer. Germ. [1894] 92): Wernheri comes villam monasterii nostri quae dicitur Kirhberg inconsulto abbate a rege petiit et impetravit

Kommentar

Wohl als Entschädigung hierfür erhielt das Kloster Hersfeld 1065 Besitzungen im Lahngau zugewiesen (D. 146), was Lampert mit Schweigen übergeht. – Graf Werner hat das Gut jedoch auf dem Totenbett wieder zurückgegeben (Lampert 1066 SS rer. Germ. [1894] 101). Nach der zu 1063 (SS rer. Germ. [1894] 88 f.) eingereihten, sachlich jedoch erst in die zweite Hälfte des Jahres 1065 gehörenden Darstellung Lamperts von Hersfeld soll Graf Werner die zweite Stelle am Hofe nach Adalbert von Bremen eingenommen haben und neben diesem an der Ausplünderung von Bistümern und Reichsabteien beteiligt gewesen sein. Derselbe wird auch in Lamperts Geschichte des Klosters Hersfeld, Exzerpt 1 (Diemar 89 f. = Struve, Hess. Jb. f. LG 19, 40) erwähnt – Vgl. E. Ausfeld, Lambert von Hersfeld und der Zehntstreit zwischen Mainz, Hersfeld und Thüringen (1879) 47 Anm. 2; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 403 mit Anm. 18; O. Holder-Egger, Studien zu Lambert von Hersfeld, NA 19 (1894) 183 f.; Weirich, Hersfelder UB 188, Vorbem. zu no 105; Struve, Hess. Jb. f. LG 20 (1970) 56 Anm. 8, 74. – Ortsnamen: Kirhberg = Kirchberg n. Fritzlar.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 344, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1064-00-00_1_0_3_2_3_344_344
(Abgerufen am 19.01.2017).