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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Für die Dauer des bevorstehenden Ungarnfeldzuges, der ersten kriegerischen Unternehmung, an welcher Heinrich selbst teilnehmen sollte, wird Erzbischof Adalbert von Bremen mit der Aufsicht über den jungen König beauftragt, während Anno von Köln als Reichsverweser zurückbleibt.

Überlieferung/Literatur

Adam Brem. III, 43 (SS rer. Germ. [1917] 186): in Ungaricam ... expedicionem quasi magister regis et princeps consiliorum profectus est, relicto super negotia regni Coloniensi archiepiscopo; vgl. Ann. Altah. 1063 (SS rer. Germ. [1891] 62): iuvenilis regis expeditio prima.

Kommentar

Wahrscheinlich wurde die hier erwähnte Aufgabenverteilung gleichfalls auf der Versammlung zu Allstedt vorgenommen, auf welcher spätestens das Aufgebot für den Ungarnfeldzug (Reg. (n. 291)) erging. Vgl. auch Meyer von Knonau, Jbb. 1, 343, der die hier getroffene Regelung irrig auf den von ihm Mitte August in Mainz angesetzten Reichstag bezieht. – Möglicherweise hatte die in den Quellen in unterschiedlicher Terminologie bezeichnete Funktionsteilung zwischen Adalbert von Bremen und Anno von Köln (Reg. (n. 255)) ihren Ursprung in der anläßlich des Ungarnfeldzuges vereinbarten Regelung. – Über die Rolle Ottos von Northeim vgl. Reg. (n. 304). – Sammelplatz des Heeres dürfte Regensburg gewesen sein, das auch Heinrich III. gewöhnlich als Ausgangspunkt für seine Ungarnfeldzüge (Steindorff, Jbb. 1, 159. 178; 2, 180) gedient hatte; vgl. Guttenberg, Regesten d. Bischöfe von Bamberg 345.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 292, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1063-06-24_3_0_3_2_3_292_292
(Abgerufen am 23.03.2017).