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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Der Streit zwischen der Kaiserin Agnes und Bischof Gunther von Bamberg wird beigelegt und letzterer wieder in Gnaden aufgenommen.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in dem Brief (Meinhards von Bamberg an Bischof Gunther) H 71 (MGH Briefe d. dt. Kaiserzeit 5, 118 f.).

Kommentar

Meinhard, der an der Aufrichtigkeit der Kaiserin Zweifel hegt, verbindet seinen Glückwunsch zur Beilegung des Streites mit der boshaften Warnung, Bischof Gunther möge sich vorsehen, daß das wiederhergestellte gute Verhältnis nicht etwa in ein Liebesverhältnis umschlage, was bei dem Geschlecht, der Natur und der Herkunft der Agnes zu befürchten sei, – habe deren Mutter doch so viele Buhlschaften wie Geburtstage gehabt. – Meinhards Mißtrauen scheint nicht unbegründet gewesen zu sein; kamen doch die von der Kaiserin Agnes gewährten Entschädigungen für die Folgen der Bamberger Fehde allein ihren eigenen Anhängern zugute (vgl. den Bamberger Brief M 10 [MGH Briefe d. dt Kaiserzeit 5, 203 f.]; hierzu Guttenberg, Regesten d. Bischöfe von Bamberg 337, der diesen Brief jedoch abweichend von Erdmann, Studien 284 vor H 71 setzt). – Über die von Meinhard verdächtigte Mutter der Kaiserin, Agnes von Burgund, vgl. Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 6 ff. – Vgl. Guttenberg, Regesten d. Bischöfe von Bamberg 338 in Übereinstimmung mit Erdmann, Studien 30 f.; während Meyer von Knonau, Jbb. 1, 273 f. mit Anm. 67 und Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 41 die Aussöhnung bereits vor dem Kaiserswerther Attentat (Reg. (n. 252)) ansetzen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 275, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1062-11-00_1_0_3_2_3_275_275
(Abgerufen am 18.01.2017).