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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Im Auftrage des deutschen Hofes unternimmt Erzbischof Gebhard von Salzburg eine Gesandtschaftsreise nach Konstantinopel, von welcher er reich beschenkt zurückkehrt, nachdem er daselbst der Taufe eines Kaisersohnes beigewohnt hatte.

Überlieferung/Literatur

V. Gebeh. Salisb. post. c. 8 (SS 11, 39).

Kommentar

Die Gesandtschaft ist allein aus einer Notiz der dem ausgehenden 12. Jh. angehörenden jüngeren Vita Gebhards von Salzburg zu erschließen. Gegen W. Erben, Untersuchungen zur Geschichte des Erzbischofs Gebhard, Mitteilungen d. Gesellschaft f. Salzburger Landeskunde 53 (1913) 13 ff, der sie in das Jahr 1074 datieren wollte, entschied sich W. Ohnsorge, Die Byzanzreise des Erzbischofs Gebhard von Salzburg, HJb 75 (1956) 153–166 mit guten Gründen für Winter 1062. Vgl. Gladiß-Gawlik, Einl. XXVI. – Da Gebhard von Salzburg am 19. Juli in Mainz bezeugt ist (D. 89; Reg. (n. 262)), muß seine Rückkehr spätestens zu diesem Zeitpunkt erfolgt sein. – Gebhard dürfte die Taufhandlung nicht selbst vollzogen haben, wie die Vita irrtümlich angibt. – Bei dem von der Vita als ‚Rationale‘ bezeichneten Geschenk des byzantinischen Kaisers (Konstantin X. Dukas) handelt es sich vermutlich um einen Loros (Ohnsorge 157 f.). Wahrscheinlich wurden Gebhard jedoch auch Geschenke für den deutschen König mitgegeben. Hierauf könnten sich die Bemerkungen Benzos von Alba, Ad Heinr. I, 17 (SS 11, 606: Basileus autem Constantinus misit tibi signa similia, videlicet de sudario Domini, de cruce, simulque de corona spinea) beziehen. – Vgl. Ohnsorge, Byzansreise, HJb 75 (1956) 153–166; W. Steinböck, Erzbischof Gebhard von Salzburg (1972) 31 ff; Dopsch-Spatzenegger, Geschichte Salzburgs 1, 234; sowie Reg. (n. 273).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 250, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1062-00-00_1_0_3_2_3_250_250
(Abgerufen am 25.06.2017).