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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrichs Mutter, die Kaiserin Agnes, leistet aus freien Stücken auf das bisher von ihr verwaltete Herzogtum Bayern Verzicht und läßt dasselbe an Otto (von Northeim) übertragen.

Überlieferung/Literatur

Ann. Altah. 1061 (SS rer. Germ. [1891] 59); Lampert 1061 (SS rer. Germ. [1894] 78 f.).

Kommentar

Frutolf erwähnt den Verzicht der Kaiserin Agnes auf Bayern erst 1069 im Zusammenhang mit deren Entschluß, der Herrschaft zu entsagen. – Agnes hatte das bayerische Herzogtum 1056 nach dem Tode ihres zweiten Sohnes Konrad übernommen (Reg. (n. 70)); nach dem Herrschaftsantritt Heinrichs IV. war ihr dessen Besitz auf einem Hoftage zu Regensburg Weihnachten 1056 (Reg. (n. 86)) förmlich bestätigt worden. – Die Belehnung Ottos von Northeim mit Bayern, vermutlich eine Reaktion auf die Niederlage des ungarischen Königs im Vorjahr bei Wieselburg (Reg. (n. 202)), dürfte noch während des Aufenthaltes des Hofes in Regensburg erfolgt sein. Die von Lange, Grafen von Northeim, Niedersächs. Jb. f. LG 33 (1961) 11 vorgenommene zeitliche Fixierung auf die ersten Wochen des Jahres 1061 dürfte deshalb mit dem Itinerar des Königs besser zu vereinbaren sein als der in das Frühjahr verlegte Datierungsansatz Riezlers, Geschichte Baierns 2 1,2 81, welchem sich Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 58 mit Anm. 5 anschloß. – Über Otto von Northeim vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 210 f.; Lange, Grafen von Northeim 10 f. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 210; Riezler, Geschichte Baierns21,2 81; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 58; Lange, Grafen von Northeim, Niedersächs. Jb. f. LG 33 (1961) 11 ff.; Reindel, in: HB d. bayer. Geschichte 1, 240.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 214, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1061-01-00_1_0_3_2_3_214_214
(Abgerufen am 23.01.2017).