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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich restituiert der bischöflichen Kirche zu Como aufgrund der Intervention seiner Mutter, der Kaiserin Agnes, und (Erz-)bischof Annos von Köln sowie in Anbetracht der Treue Bischof Rainalds die jener von seinem Großvater, Kaiser Konrad (II.), geschenkte Abtei Breme mit den ihr unterstehenden Klöstern und Zellen nebst allen Besitzungen, Knechten, Mägden und Aldien, Märkten, Mühlen, der Fischerei sowie allen Gerechtsamen und Einkünften einschließlich der Taufkirchen, Kapellen und Kleriker (reddidimus sancte ... ecclesie Cumane eiusque antistiti Reginoldo suisque successoribus eandem abbatiam Bremetensis monasterii cum omnibus ceteris monasteriis et cellis sibi pertinentibus ...), erteilt Bischof Rainald hierfür in Gegenwart seiner Getreuen die Investitur (Reginoldum Cumanum episcopum presentibus nostris fidelibus de iam dicta abbatia per fustem nostre manus presentaliter investimus) und verleiht die Immunität. – Vicbertus canc. vice Annonis archicanc.; Wiederholung eines vermutlich unter Benutzung der DDK.II. 52–54, 282 hergestellten Deperditums Konrads II. mit demselben Rechtsinhalt; M. Notum sit omnibus Christi nostrique fidelibus.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Chartular (14. Jh.) f. 26', Biblioteca Ambrosiana Mailand (C); Chartular (16. Jh.) p. 53 zu 1065, Curia Vescovile (Archivio Generale) Como (D). – Drucke: Breßlau, NA 34, 104 aus C; Bollea, Cartario di Breme (Bibl. subalpina 127) 106 no 81 (zu 1065) aus D; MGH DD 6, 102 no 79. – Reg.: Besta, Archivio storico Lombardo N.S. 2, 326 no 47 zu 1061/62; Stumpf 2978 zu (1058–1063 Jun.).

Kommentar

Über die erschlossene Vorurkunde Konrads II. vgl. Breßlau, NA 34, 102 f.; sowie mit gewissen Einschränkungen Gladiß, Vorbem. zu D. 79. – Vgl. Gawlik, Intervenienten 23. – Ortsnamen: Bremetensis abbatia = Kloster Breme am linken Ufer des Po, unterhalb der Sesia-Einmündung. – Die zeitlichen Grenzen des ohne Datierung überlieferten D. ergeben sich aus dem – allerdings nicht eindeutig zu bestimmenden – Beginn von Rainalds Episkopat (nach 21. September 1061) und der in die Zeit vor dem Staatsstreich von Kaiserswerth verweisenden Intervention der Kaiserin Agnes. Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 322 Anm. 33; sowie die Vorbem. zu D. 79. Abweichend von der von Gladiß vorgenommenen Einreihung möchte Goez, Rainald von Como 472 Anm. 70 die Ausstellung des D. in die Zeit „unmittelbar vor dem Staatsstreich” verlegen. – Vgl. Breßlau, Jbb. Konrads II. 2, 179 Anm. 6; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 322; Schwartz, Bistümer Reichsitaliens (1913) 49; W. Goez, Rainald von Como (Historische Forschungen f. W. Schlesinger 1974) 470 ff. – Nachurkunde: DH.VII. vom 2. Februar 1311 (Böhmer 366).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 233, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1061-00-00_1_0_3_2_3_233_233
(Abgerufen am 30.03.2017).