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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Die lombardischen Bischöfe, die auf einer unter der Leitung des italienischen Kanzlers Wibert zusammengetretenen Versammlung erklärt hatten, keinen anderen als einen der ihrigen als Papst anerkennen zu wollen (deliberant non aliunde se habere papam nisi ex paradiso Italię), ordnen gleichfalls eine Gesandtschaft an den deutschen Hof ab, um die Kaiserin Agnes für sich zu gewinnen.

Überlieferung/Literatur

Bonizo, Ad amic. VI (Ldl 1, 594 f.).

Kommentar

Möglicherweise war bereits hier die Kandidatur des Cadalus von Parma in Aussicht genommen worden; vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 225. – Zur Rolle des Kanzlers Wibert als Wortführer der lombardischen Interessen vgl. O. Köhncke, Wibert von Ravenna (1888) 14; F. Herberhold, Die Beziehungen des Cadalus von Parma (Gegenpapst Honorius II.) zu Deutschland, HJb 54 (1934) 90; einschränkend Ziese, Wibert von Ravenna 21 f. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 224; Giesebrecht 5 3, 72; J. v. Pflugk-Harttung, Die Papstwahlen und das Kaisertum, ZKG 28 (1907) 305, 309 f.; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 74; Haller, Papsttum22, 338; Schmidt, Alexander II. (1977) 126 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 226, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1061-00-00_1_0_3_2_3_226_226
(Abgerufen am 18.01.2017).