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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich überträgt der bischöflichen Kirche zu Bamberg aufgrund der Intervention seiner Mutter, der Kaiserin Agnes, sowie auf Bitten Bischof Gunthers den von ihm zu Villach in der Grafschaft des Grafen Ludwig eingerichteten Markt nebst Bann, Münze, Zoll und allen Nutzungen des Marktrechtes (in villa que vocatur Villach, sita autem in comitatu Francisci Lvdewici comitis mercatum fieri statuimus reddentes et donantes id ipsum mercatum predicto eiusdem loci episcopo ... cum banno monetariis monetis theloneis omnibusaue forensis iuris utensilibus) mit dem Recht zu freier Verfügung zum Nutzen der Kirche, verleiht hierfür die Immunität (mercatum liberum sit ducum comitum iudicum omniumque potestatum contradictione securum) und sichert allen dort Handel treibenden Kaufleuten den Königsschutz zu (statuimus, ut omnes, qui ad predictum mercatum causa forensis negocii confluunt, ibidem negociantes indeque redeuntes secura et certa pace fruantur). – Nach einem vom Empfänger unter Benutzung des D. 26 (VU) hergestellten Entwurf verfaßt von GB, geschrieben vermutlich von dessen Hilfsschreiber. Omnibus Christi nostrique fidelibus.

Originaldatierung:
(VI id. febr., Babenberch)

Überlieferung/Literatur

Kop.: Liber privilegiorum Bambergensium (Ende 13. Jh.) f. 30', Staatsarchiv Bamberg (C); Liber antiquus (Anfang 15. Jh.) f. 76', ebenda (D). – Drucke: Jaksch, Monumenta Carinthiae 3, 135 no 338; MGH DD 6, 81 no 62; Neumann, 900 Jahre Villach 9 mit Hinweis auf weitere Überlieferungen. – Reg.: Guttenberg, Regesten d. Bischöfe von Bamberg 315; Böhmer 1732; Stumpf 2583.

Kommentar

Über den dem Gebehard B nahestehenden Hilfsschreiber, zu dessen Eigentümlichkeit der Verzicht auf die Ankündigung der eigenhändigen Vollziehung gehörte, vgl. Gladiß-Gawlik, Einl. XXVIII; sowie die Vorbem. zu D. 62. – Nach Guttenberg, Regesten d. Bischöfe von Bamberg 315 dürfte auch diese Marktverleihung als „vorläufiges Entgelt für die immer noch nicht vollständig durchgeführte Rückerstattung der Besitzentfremdungen Heinrichs III.” zu verstehen sein. Vgl. Reg. (n. 119). Reg. (n. 120). Reg. (n. 261). Reg. (n. 262). – Über Bamberger Besitzungen in Kärnten vgl. Hirsch, Jbb. Heinrichs II. 2, 133 ff. – Zur Person des Grafen Ludwig vgl. C. Trotter, Verhandlungen d. hist. Vereins f. Niederbayern 51 (1917) 188 f. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 174 f.; A. Jaksch, Geschichte Kärntens 1, 194; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 38 f., 54; W. Neumann, Die Urkunde vom 8. Februar 1060 (900 Jahre Villach 1960) 10 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 187, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1060-02-08_1_0_3_2_3_187_187
(Abgerufen am 24.05.2017).