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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Die Kardinäle Humbert (von Silva Candida) und Bonifatius von Albano teilen der Kaiserin Agnes im Namen der übrigen Kardinalbischöfe mit, daß deren Bitte um Obersendung des Palliums an den erwählten Erzbischof (Siegfried) von Mainz nicht erfüllt werden könne, da sie den Kanones zuwiderlaufe; vielmehr habe sich dieser gemäß altem Herkommen persönlich in Rom einzufinden. Sie schreiben dieses unmögliche Ansinnen jedoch nicht böser Absicht auf seiten der Kaiserin zu, sondern entschuldigen es mit der Unerfahrenheit ihrer Ratgeber (Si quid ergo magnificentia vestra Romanam petit aecclesiam, quod canonicis obviet regulis, non malitiae, quod absit, asscribimus, sed consiliatorum vestrorum potius ignorantiae deputamus).

Überlieferung/Literatur

Petrus Damiani, ep. VII, 4 (Migne PL 144, 442 C; künftig MGH Briefe d. dt. Kaiserzeit 4 no 71).

Kommentar

Der von Petrus Damiani verfaßte Brief wurde von A. Michel, Die Anfänge des Kardinals Humbert (Studi Gregoriani 3, 1948) 318 f. irrtümlich Humbert von Silva Candida zugeschrieben; vgl. Reindel, Vorbem. zu ep. 71. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 179 f.; H. v. Schubert, Petrus Damiani als Kirchenpolitiker (Festschr. K. Müller 1922) 91; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 72 f.; Haller, Papsttum22, 337; Th. Zotz, Pallium et alia quaedam archiepiscopatus insignia (Festschr. B. Schwineköper 1982) 156.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 192, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1060-00-00_1_0_3_2_3_192_192
(Abgerufen am 13.12.2017).