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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Auf einer Fürstenversammlung im östlichen Franken werden Maßnahmen zur Eindämmung des Räuberunwesens und zur Sicherung des Friedens beschlossen (Anno dominice incarnationis millesimo LoVIIIo. indictione XI. mense Iulio sub die XII. kal. mensis eiusdem in orientali francia in comitatu Gozvini comitis in loco qui dicitur Othalmeshusen factus est conuentus fidelium principum de pace facienda et sedanda latronum tyrannide et raptorum compescenda seditione).

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in einer gefälschten Traditionsurkunde der Gräfin Alberada, der Tochter Herzog Ottos von Schwaben, zugunsten des Klosters Fulda (Dronke, Traditiones et antiquitates Fuldenses [1844] 138 no 60a; vgl. Dobenecker, Regesta Thuringiae 817).

Kommentar

Nach Waitz 26, 540 Anm. 3 ist dem Anfang dieser in die Fälschung eingerückten urkundlichen Aufzeichnung durchaus Glauben zu schenken; ihm folgend Meyer von Knonau, Jbb. 1, 268 Anm. 57. – Diese Selbsthilfeaktion wird wohl zu Recht als Ausdruck der Schwäche der Reichsregierung gewertet. Vgl. S. Herzberg-Fränkel, Die ältesten Land- und Gottesfrieden in Deutschland (1882) 125 f.; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 268; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 59. – Ortsangabe: Othalmeshusen = Ottelmannshausen im Grabfeld bei Königshofen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 143, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1058-07-21_1_0_3_2_3_143_143
(Abgerufen am 17.10.2017).