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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich begeht das Weihnachtsfest in Anwesenheit zahlreicher Fürsten sowie des im Auftrage des Papstes (Stephan IX.) nach Deutschland gesandten Subdiakons Hildebrand.

Überlieferung/Literatur

Ann. Altah. 1058 (SS rer. Germ. [1891] 54); Lampert 1058 (SS rer. Germ. [1894] 72 f.) nennt irrig Merseburg.

Kommentar

Der Ortsangabe der Ann. Altahenses ist vor Lampert der Vorzug zu geben; vgl. Kilian, Itinerar 9 f.; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 52 Anm. 53. – Hildebrand, der damals noch nicht Abt von St. Paul war, wie Lampert irrtümlich angibt (Meyer von Knonau, Jbb. 1, 170 f. mit Anm. 94), war auch bei der zwei Tage später zu Pöhlde erfolgenden Bischofsweihe Gundekars von Eichstätt (Reg. (n. 130)) zugegen. Er dürfte zusammen mit dem ebenfalls bei dieser Gelegenheit erwähnten Bischof Anselm von Lucca, der bereits im August am Hofe zu Tribur weilte (Reg. (n. 121)), den Auftrag gehabt haben, die Neubesetzung des päpstlichen Stuhles anzuzeigen und gleichzeitig um deren Bestätigung durch den Hof nachzusuchen. Obgleich die Erhebung Stephans IX. zum Papst (Meyer von Knonau, Jbb. 1, 30 ff.) nach den Worten des Altaicher Annalisten rege ignorante (SS rer. Germ. [1891] 54) erfolgte, läßt dieser doch keinen Zweifel daran, daß sie nachträglich im Namen des Königs gutgeheißen wurde. Zur Gesandtschaft Hildebrands und Anselms von Lucca vgl. O. Schumann, Die päpstlichen Legaten in Deutschland (1912) 2 ff.; H. Schwarzmaier, Lucca und das Reich (1972) 138 f.; T. Schmidt, Hildebrand, Kaiserin Agnes und Gandersheim, Niedersächs. Jb. f. LG 46/47 (1974/75) 307 f.; ders., Alexander II. (1977) 62 f. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 51 ff.; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 64 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 129, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-12-25_1_0_3_2_3_129_129
(Abgerufen am 22.01.2017).