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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Auf die Nachricht vom Tode Viktors II., der während seines Pontifikats Bischof von Eichstätt geblieben war, wird auf Betreiben der Kaiserin Agnes deren Kapellan Gundekar in Anwesenheit der Erzbischöfe Liutpold von Mainz und Wido von Mailand sowie der Bischöfe Gunther von Bamberg und Anselm von Lucca zum Bischof von Eichstätt ernannt und mit dem Ring bekleidet.

Überlieferung/Literatur

Gundechar, Lib. pont (SS 7, 245 f.); Anon. Haser, c. 2 und 41 (SS 7, 255, 266); Ann. Altah. 1057 (SS rer. Germ. [1891] 54).

Kommentar

Die Neubesetzung des bischöflichen Stuhles zu Eichstätt dürfte unmittelbar nach dem Eintreffen der Nachricht vom Tode Viktors II., der am 28. Juli in Arezzo gestorben war (Meyer von Knonau, Jbb. 1, 28 f.), verfügt worden sein. Noch am 16. August war das Ableben des Papstes am deutschen Hofe nicht bekannt, da Heinrich in einer von diesem Tage datierten Schenkung zugunsten der Eichstätter Kirche (D. 24; Reg. (n. 118)) Viktors II. als seines geistlichen Vaters gedachte. – Von den Ann. Altahenses (SS rer. Germ. [1891] 54) wird Gundekar irrtümlich als Kapellan des Königs bezeichnet. – Über die im Dienste der Königin oder Kaiserin stehenden Kapelläne vgl. Fleckenstein, Hofkapelle 2, 265 f. – Vgl. Heidingsfelder, Regesten d. Bischöfe von Eichstätt 219; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 44 mit Anm. 41; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 37 f., 63 f.; H. Wellmer, Persönliches Memento im deutschen Mittelalter (1973) 4 f.; A. Bauch, Gundekar II., Bischof von Eichstätt (Fränk. Lebensbilder 6, 1975) 5 ff.; R. Schieffer, Entstehung des päpstlichen Investiturverbots (1981) 7 f.; sowie Reg. (n. 124). Reg. (n. 130).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 121, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-08-20_1_0_3_2_3_121_121
(Abgerufen am 20.01.2017).