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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Eichstätt aus Liebe zu seinem geistlichen Vater, Papst Viktor II., und zum Seelenheil seines fleischlichen Vaters, Kaiser Heinrichs III. (pro amore nostri spiritalis patris Uictoris scilicet secundi papę et pro remedio nostri carnalis patris Heinrici secundi Romanorum imperatoris augusti), aufgrund der Intervention seiner Mutter, der Kaiserin Agnes, zwölf Hufen und zwei Weinberge sowie 24 Hörige beiderlei Geschlechts in der im Niddagau in der Grafschaft des Grafen Berthold gelegenen Villa Bergen nebst allen Einkünften zu freier Verfügung zum Nutzen der Kirche (XII mansos et duas vineas ac XXIIII mancipia utriusque sexus in villa Berega dicta sitos in pago Nitgowe in comitatu Bertoldi comitis in proprium potestative tradidimus ac perpetualiter cum omni utilitate ... concessimus). – Uuinitherius canc. vice Liutbaldi archicanc. et archiep., nach dem Diktat des WF vermutlich von einem des Kanzleigebrauchs kundigen Eichstätter Schreiber geschrieben; unbesiegelt; M. möglicherweise vorausgefertigt. Notum sit omnibus Christi nostri (!) fidelibus.

Originaldatierung:
(XVII kal. sept., Triburie)

Überlieferung/Literatur

Unbesiegeltes Orig.: Hauptstaatsarchiv München (A). – Kop.: Eichstätter Kopialbuch (14. Jh.) f. 8', Staatsarchiv Nürnberg (C). – Drucke: Reimer, Hessisches UB 2, 1, 38 no 60 zu August 6; MGH DD 6, 29 no 24. – Reg.: Heidingsfelder, Regesten d. Bischöfe von Eichstätt 218; Stumpf 2544.

Kommentar

Ordinationsjahr ebenso wie in den von Winither F geschriebenen DD. 25, 26 noch nicht umgesetzt. – Viktor II. hatte zu Beginn der Fastenzeit Deutschland wieder verlassen (Reg. (n. 93)). Seine Erwähnung in dem vorliegenden D., dessen Handlung folglich einige Zeit zurückliegen dürfte, läßt erkennen, daß die Nachricht von seinem Tode (28. Juli) noch nicht an den deutschen Hof gedrungen war; vgl. Reg. (n. 121). Wenig einleuchtend die Erklärung von Gawlik, Intervenienten 15. – Da das D. keinerlei Spuren einer Besiegelung aufweist, muß es offen bleiben, ob es jemals Rechtskraft erlangt hat. Vgl. die Vorbem. zu D. 24. – Ortsnamen: Berega = Bergen-Enkheim nö. Frankfurt a.M., heute aufgegangen in Frankfurt a.M.; Nitgowe = der Niddagau im sw. Teil der Wetterau. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 44.

Nachträge (1)

Nachtrag von Dirk Jäckel, eingereicht am 27.09.2010.

Umlagerung:

Hauptstaatsarchiv München (A) > Staatsarchiv Nürnberg

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 118, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-08-16_1_0_3_2_3_118_118
(Abgerufen am 27.05.2017).