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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Auf dem Wege nach der zu Merseburg anberaumten Fürstenversammlung stoßen die Vettern des Königs, Brun und Ekbert (von Braunschweig), bei Neindorf an der Selke auf die von Otto, dem Halbbruder des gefallenen Markgrafen Wilhelm, angeführte Streitmacht. In dem hierauf entbrennenden Kampf fallen Brun und Otto, die sich beim ersten Anprall gegenseitig verwundet haben, während Ottos Leute von dem ebenfalls schwer verwundeten Ekbert in die Flucht geschlagen werden. Daraufhin bricht der Widerstand in Sachsen zusammen.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1057 (SS rer. Germ. [1894] 71 f.); Annal Saxo 1057 (SS 6, 692).

Kommentar

Vermutlich beabsichtigte Otto, den jungen König auf dem Wege nach Merseburg zu überfallen. Das Datum (VI. Kal. Jul.) des Zusammentreffens ist durch den Eintrag im Necrologium monast. s. Michaelis [zu Lüneburg] (Wedekind, Noten zu einigen Geschichtschreibern des deutschen Mittelalters 3 [1836] 47) überliefert. – Ortsangabe: Nienthorp = Neindorf nö. Quedlinburg. – Über die verwandtschaftlichen Beziehungen der Brunonen zum salischen Königshaus vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 40 Anm. 32. – Die Identität des auf der Seite Ottos kämpfenden Grafen Bernhard, dessen Sohn in dem Treffen getötet wurde, ist nicht geklärt. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 40 f.; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 55; Fenske, Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung (1977) 23 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 113, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-06-26_1_0_3_2_3_113_113
(Abgerufen am 22.07.2017).