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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Auf die Kunde von den sächsischen Unruhen wird der Aufenthalt des Hofes nach Sachsen verlegt, wo für den St. Peters- und Paulstag (29. Juni) eine Zusammenkunft mit den sächsischen Fürsten in Merseburg anberaumt ist.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1057 (SS rer. Germ. [1894] 71); vgl. Arm. Altah. 1057 (SS rer. Germ. [1891] 53).

Kommentar

Die sich unmittelbar an den Hoftag zu Regensburg Weihnachten 1056 (Reg. (n. 86)) anschließende Nachricht des Altaicher Annalisten von der Verlegung der Hofhaltung nach Sachsen legt den Schluß nahe, daß der Aufenthalt in Sachsen bereits früh im Jahr geplant gewesen sein muß (Meyer von Knonau, Jbb. 1, 37 Anm. 25; zur Frage divergierender Itinerarangaben generell Breßlau, Jbb. Konrads II. 2, 425 ff. Exkurs I). Die nunmehr in Sachsen eingetretene Lage dürfte deshalb allenfalls eine Vorverlegung des in Aussicht genommenen Ortswechsels bedingt haben. Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 37 f., der den Aufbruch nach Sachsen der Initiative Erzbischof Adalberts von Bremen zuschreibt, welcher sich an den Rhein (vgl. Reg. (n. 106)) begeben habe, um den Hof von der Notwendigkeit der königlichen Anwesenheit in Sachsen zu überzeugen; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 54 f. – Die Annahme, daß Heinrich auf dem Wege nach Corvey, wo er am 26. Mai urkundete (D. 20; Reg. (n. 111)), das auf den 18. Mai fallende Pfingstfest in Paderborn begangen habe (Meyer von Knonau, Jbb. 1, 40 im Anschluß an Ficker, Beitr. 1, 137; Kilian, Itinerar 5 f.), wird durch den diplomatischen Befund des hierfür als alleinigen Beleg herangezogenen D. 52 (Reg. (n. 165)) nicht bestätigt; vgl. die Vorbem. zu D. 52; Gawlik, Intervenienten 18. – Über den Hoftag zu Merseburg vgl. Reg. (n. 114).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 110, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-05-00_1_0_3_2_3_110_110
(Abgerufen am 24.01.2017).