Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

Sie sehen den Datensatz 101 von insgesamt 1572.

Heinrich bestätigt der bischöflichen Kirche zu Utrecht gleich seinem Vater Heinrich (III.) und seinem Großvater Konrad (II.) auf Bitten des Bischofs Wilhelm (Willelmus) sowie aufgrund der Intervention seiner Mutter, der Kaiserin Agnes, gemäß den Privilegien seiner Vorgänger Pippin, Karl (d. Große), Ludwig d. Fromme, Ludwig (d. Deutsche), Zwentibold, Konrad (I.), Otto (I.) und Heinrich (I.?) den Zehnt von allen Fiskalabgaben, die Befreiung der unter dem Schutze dieser Kirche stehenden Leute zu Duurstede (Dorestatii), Deventer (Dauentrię), Tiel (Tielę) und an allen anderen Orten des Bistums von Bann- und Friedensgeldern und der giscot genannten Abgabe sowie die Immunität. – Winitherius canc. vice Liudboldi archicanc. et archiep.; in Wiederholung des DO.I. 19 (VU) außerhalb der Kanzlei verfaßt und vermutlich auch geschrieben, Datierung möglicherweise von WF. Si erga loca divinis cultibus consecrata.

Originaldatierung:
(VIIII kal. m̅r̅., Werede)

Überlieferung/Literatur

Kop.: Liber donationum (Ende 12. Jh.) f. 37', Rijksarchief Utrecht (C) = Bondams Chartular (13. Jh.) f. 50' (D) und Liber catenatus (Ende 14. Jh.) f. 92' (F), ebenda; Utrechter Chartular (1342/64) f. 26 (25) no 59, ebenda – bis 1943 im Staatsarchiv Hannover (E). – Drucke: Muller-Boumann, Oorkondenboek van Utrecht 1, 197 no 218 zu (April 23) aus C; MGH DD 6, 16 no 13. – Reg.: Wauters, Table chronol. 1, 505; Brom, Regesten van Utrecht 213 beide zu Februar 21; Ter Kuile, Bijdragen tot een oorkondenboek van Overijssel 3, 45 zu (April 24); ders., Oorkondenboek van Overijssel 1, 37; Böhmer 1701 zu Februar 21; Stumpf 2533 zu Februar 21 und 2539a zu (April 23).

Kommentar

Das D. gehört zu einer Reihe von insgesamt fünf vermutlich gleichzeitig zugunsten der Utrechter Kirche ausgestellten DD. (13–17), von denen freilich allein in D. 13 die Datierung – offensichtlich in verderbter Form – erhalten ist. So dürften Monatsangabe m̅r̅. (vermutlich verlesen aus mai.) und Inkarnationsjahr 1056 auf einem Versehen des Kopisten beruhen. Da der Aufenthalt des Hofes in Kaiserswerth für den 25./26. April durch die DD. 18, 19 (Reg. (n. 106). Reg. (n. 107)) gesichert ist, sind vermutlich auch die DD. 13–17 hier ausgestellt worden. Vgl. die Vorbem. zu D. 13; sowie Meyer von Knonau, Jbb. 1, 36 Anm. 23. – Zur Frage einer zusätzlichen Benutzung des DH.I. 27 (Böhmer-Ottenthal, RI 2, 1 no 32), der Vorlage des als VU dienenden DO.I. 19, vgl. die Vorbem. zu D. 13. – Der bereits von Meyer von Knonau, Jbb. 1, 36 Anm. 23 befürworteten Gleichsetzung des unter den Ausstellern der Vorurkunden an letzter Stelle nach Otto (I.) genannten Heinricus mit Heinrich I., auf dessen Bestätigung in DO.I. 19 übrigens nicht Bezug genommen wird, steht entgegen, daß dadurch nicht nur die chronologische Folge der Herrscher gestört, sondern auch die Bezeichnung imperator fälschlicherweise auf Heinrich I. bezogen würde. Von Heinrich II., der aus chronologischen und sachlichen Gründen eher in Frage käme, ist dagegen eine derartige Privilegienbestätigung nicht bekannt. – Zur Abgabe giscot vgl. Waitz 24, 22 Anm. 1; sowie Deutsches Rechtswörterbuch 4, 453 ff. – Ortsnamen: Dorestatium = Duurstede, älterer Name von Wijk-bij-Duurstede, an der Lek sö. Utrecht; Dauentria = Deventer nö. Arnheim an der Ijssel; Tiela = Tiel sw. Arnheim an der Waal. – Vgl. Meyer von Knonau, Jbb. 1, 35 f.

Nachträge (1)

Nachtrag von Dirk Jäckel, eingereicht am 27.09.2010.

Neuer Archivname:

Rijksarchief Utrecht (CDEF) > Het Utrechts Archief

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 101, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-04-23_1_0_3_2_3_101_101
(Abgerufen am 25.05.2017).