Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

Sie sehen den Datensatz 94 von insgesamt 1572.

Heinrich erhebt anläßlich des Osterfestes den italienischen Kanzler und ehemaligen Bamberger Kanoniker Gunther zum Bischof von Bamberg, welcher noch am gleichen Tage die Weihe empfängt.

Überlieferung/Literatur

Ann. Altah. 1057 (SS rer. Germ. [1891] 54).

Kommentar

Gunther, dessen vornehme Abstammung ex primis palacii Lampert (SS rer. Germ. [1894] 99) hervorhebt, genoß bereits die Gunst Heinrichs III., der ihn 1054 zum Vorsteher der italienischen Kanzlei ernannte (Kehr, Einl. XXXV f.; Steindorff, Jbb. 1, 357 f.; Breßlau, Urkundenlehre21, 475; Fleckenstein, Hofkapelle 2, 252, 263) und seinen Einsatz im Dienste des Reiches während des zweiten Italienzuges 1055 (über Gunthers Tätigkeit als Königsbote und Vertreter des Kaisers im Hofgericht vgl. Steindorff, Jbb. 2, 297 ff.; Kehr, Geschichte Kaiser Heinrichs III. 37, 42) mit der Erhebung zum Propst des Stiftes St. Simon und Judas zu Goslar im Mai 1056 honorierte (Steindorff, Jbb. 2, 338; Fleckenstein, Hofkapelle 2, 262 f.). Auch nach dem Tode Heinrichs III. scheint die Leitung der italienischen Kanzlei zunächst bei Gunther verblieben zu sein, obgleich seine letzte Rekognition in DH.III. 374 vom 4. Juli 1056 (Reg. (n. 61)) stammt und aus der Zeit Heinrichs IV. kein weiteres Zeugnis seiner Tätigkeit erhalten ist. Vgl. Gladiß-Gawlik, Einl. LXXII; sowie Steindorff, Jbb. 1, 358; Breßlau, Urkundenlehre21, 477. – Über Gunthers Herkunft und verwandtschafliche Beziehungen vgl. Guttenberg, Regesten d. Bischöfe von Bamberg 277; E. Klebel, Bischof Gunther von Bamberg (900 Jahre Villach 1960) 21 ff. mit Stammtafel. – Vgl. J. Looshorn, Geschichte des Bistums Bamberg 1 (1886) 370 ff; Guttenberg, Regesten d. Bischöfe von Bamberg 277; ders., Das Bistum Bamberg (Germania sacra 2, 1) 101 ff; E. Ploß, NDB 7, 323 f.; sowie Meyer von Knonau, Jbb. 1, 21 f.; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 38 f.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 94, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-03-30_1_0_3_2_3_94_94
(Abgerufen am 30.05.2017).