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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Kaiserin Agnes restituiert dem Kloster Ebersberg aufgrund einer letztwilligen Verfügung Heinrichs III. die von Abt Williram beanspruchten Besitzungen Pöring (Peringin) und Weißenfeld (Wizzinvelt) in der Weise, daß das Kloster hiervon aus der Hand des Vogtes der Kaiserin, Udalrich, zehn an verschiedenen Orten in Waldesnähe gelegene Herrenhufen sowie fünf in Ybbs gelegene Weinberge nebst Hörigen und allem sonstigen Zubehör erhält (Que cum venerabilis Willirammus abbas secundum ius ab eo reposceret, ipse in hora sui obitus imperatrici Agneti commisit ea reddere. Pro quibus redimendis ipsa Agnes per advocatum suum Ovdalricum s. Sebastiano dedit de eodem predio decem mansos nobiles in diversis locis circa nemus sitos, ac quinque vineas sitas in Ibisivelde cum mancipiis et omnibus ad eas pertinentibus). – Deperditum.

Überlieferung/Literatur

Auszug: Fundationsbuch des Klosters Ebersberg (2. Hälfte 11. Jh.) f. 28, Hauptstaatsarchiv München. – Drucke: Oefele, SS rer. Boicarum 2, 45 no 10; Hundt, Abh. München 14, 3 (1879) 158 no 12.

Kommentar

Die Übertragung gehört in die Reihe jener von Berthold (SS 5, 270; 13, 731) erwähnten Restitutionen, die Heinrich III. noch kurz vor seinem Tode verfügt bzw. der Kaiserin Agnes und dem Thronfolger zur Ausführung überlassen haben soll (Reg. (n. 72)). – Heinrich III. hatte sich zuletzt vermutlich am 13. März 1055 in Ebersberg aufgehalten; vgl. Kehr, Vorbem. zu DH.III. 334; sowie Reg. (n. 27). – Die erwähnten Besitzungen waren nach dem kinderlosen Tode der Richilde († 1045), der Witwe des letzten Grafen von Ebersberg, Adalbero, an dessen Großneffen, den Markgrafen Udalrich von Krain (über dessen verwandtschaftliche Beziehungen zum Hause der Ebersberger vgl. Steindorff, Jbb. 1, 231 f.; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 188 mit Anm. 41; sowie U. Wahnschaffe, Herzogtum Kärnten [1878] 47 mit Anm. 140; Hirsch, Jbb. Heinrichs II. 1, 177 Anm. 5; Giesebrecht 52, 363 mit 655 Anm.) gekommen, der sie vor seiner Verehelichung Heinrich III. überlassen hatte. Auf welche Rechtstitel sich der Anspruch des Klosters gründete, geht aus dem Eintrag im Ebersberger Fundationsbuch nicht hervor. – Ortsnamen: Peringin = Pöring nw. Kirchseeon; Wizzinvelt = Weißenfeld sw. Markt Schwaben; Ibisivelde = Ybbs am Austritt der Donau aus dem Strudengau, Niederösterreich. – Vgl. Steindorff, Jbb. 2, 355 mit Anm. 5; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 14.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 78, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1056-00-00_1_0_3_2_3_78_78
(Abgerufen am 25.07.2017).