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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,2,3

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Das nach dem Tode Konrads, des jüngeren Bruders König Heinrichs, erledigte bayerische Herzogtum erhält nunmehr dessen Mutter, die Kaiserin Agnes.

Überlieferung/Literatur

Lampert 1056 (SS rer. Germ. [1894] 70): Ducatum eius (sc. Cunradi) imperator imperatrici dedit privato iure, quoad vellet, possidendum; vgl. Chron. Wirz. c. 17 (SS 6, 31) = Ann. s. Albani 1057 (SS 2, 244) = Ann. Hild. 1057 (SS rer. Germ. [1878] 47): Agnes imperatrix, mater ipsius Heinrici, ducatum suscepit Baioariae; Frutolf 1057; Ann. Mell. 1058 (SS 9, 498) in Zusammenhang mit einem zu 1057 gehörenden Ereignis.

Kommentar

Dem Zeugnis Lamperts, der den Tod Konrads (Reg. (n. 30)) erst in diesem Zusammenhang erwähnt, ist der Vorrang vor dem Chronicon Wirziburgense und dessen Ableitungen zu geben, welche den Regierungsantritt Heinrichs IV. wie die Übertragung Bayerns in das Jahr 1057 setzen. – Die Handlung dürfte 1056 noch zu Lebzeiten Heinrichs III., spätestens vor dessen letzter Erkrankung, stattgefunden haben. Denn dem Altaicher Annalisten (SS rer. Germ. [1891] 53) zufolge wurde die Kaiserin Agnes auf dem Reichstag zu Regensburg Weihnachten 1056 (Reg. (n. 86)) bereits im Besitz Bayerns bestätigt. Lamperts Formulierung läßt darauf schließen, daß das Herzogtum Bayern möglicherweise als eine Art Wittum für die Kaiserin Agnes bestimmt war. Vgl. Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 28. – Vgl. Steindorff, Jbb. 2, 107 f.; Giesebrecht 52, 531; Meyer von Knonau, Jbb. 1, 14; Riezler, Geschichte Baierns21, 2 76 f.; Bulst-Thiele, Kaiserin Agnes 27 f.; Reindel, in: HB d. bayer. Geschichte 1, 240; sowie Hirsch, Jbb. Heinrichs II. 1, 67 f.; Waitz, DVG 7, 107 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,2,3 n. 70, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1056-00-00_1_0_3_2_3_70_70
(Abgerufen am 28.03.2017).