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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad nimmt auf Intervention der Kaiserin Gisela und der Äbtissin Adelheid (carę sororis nostrae spiritalis) sowie auf Bitten des Markgrafen Ekkehard die Kaufleute von Quedlinburg in seinen Schutz, gewährt ihnen freien Handel auf allen Handelsplätzen seines Reiches und das von seinen Vorgängern den Kaufleuten von Goslar und Magdeburg verliehene Recht, besonders die Gerichtsbarkeit über Lebensmittel betreffende Angelegenheiten in der Weise, daß drei Viertel der Gerichtsgefälle den Kaufleuten, ein Viertel dem Richter der Stadt zufallen sollen. ‒ Eppo canc. et archicap.; auf Grund des verlorenen Originals des DH. III. 93 hergestellte Fälschung aus dem Ende des 12. Jh.; M., S. R., SI. gefälscht. „Notuni sit omnibus.”

Originaldatierung:
(V. kal. octobris, Wormaciae).

Überlieferung/Literatur

Angebl. Quedlinburg Stadtarchiv (A).

Kettner, Ant. Quedlinb. 164 no. 5 aus A; MG. DD. 4, 409 no. 290.

Böhmer 1441; Stumpf 2117.

Kommentar

DH. III. 93 ist Bestätigung und Wiederholung eines verlorenen, von Burch. A verfaßten Diploms Konrads, das wohl zur Zeit der Fälschung nicht mehr existierte, da es vom Fälscher nicht benutzt wurde. Vgl. die Vorbemerkungen zu DK. II. 290, DH. III. 93 und (betreffend das Verhältnis der Fälschung zum Privileg Lothars III. für Quedlinburg) zu D. Loth. 61; Breßlau, Jahrbücher 2, 322, Anm. 2; zur Frage der Verfälschung des DH. III. 93 Wibel, Archiv f. Urkundenforschung 6, 238; zur Verleihung der Gerichtsbarkeit über Lebensmittel betreffende Rechtsstreitigkeiten an die Bürger Rietschel, Markt und Stadt 76 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 292, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1038-09-28_1_0_3_1_0_519_292
(Abgerufen am 23.10.2017).