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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad bezieht ein festes Lager; bis zum Ende des Monats ist sein Aufenthalt daselbst bezeugt (vgl. Nr. 282). Hoftag; Konrad erklärt Pandulf seines Fürstentums verlustig und verbannt ihn wegen Hochverrats; er belehnt Waimar von Salerno auf den Rat der Fürsten des Reiches und der capuanischen Großen mit dem Fürstentum Capua, vermutlich auch mit dem Herzogtum Gaeta. Zugleich investiert er ihn mit seinem angestammten Fürstentum Salerno. Ferner wird über Waimars Vorschlag auch die Rechtsstellung des Normannen Rainulf von Aversa geklärt; die Grafschaft Aversa wird dem Fürstentum Salerno unterstellt und an Rainulf verliehen. Dieser wurde dadurch nicht Reichsfürst, sondern Lehensträger des Fürsten von Salerno (vgl. P. Kehr, Abhandlungen der Preuß. Akademie 1934, phil.-hist. Kl. Nr. 1, S. 7, Anm. 4 und Breßlau, Jahrbücher 2, 311, Anm. 1, gegen Giesebrecht 2 5, 335, und Steindorff 1, 41); doch mag sich der Kaiser an dem Akt der Investitur in irgendeiner Form beteiligt haben, sodaß daraus die irrige Nachricht des Amatus von einer kaiserlichen Belehnung Rainulfs zu erklären wäre.

Überlieferung/Literatur

Amatus II, 6: lo impereor s'enclina a la volonté de lo prince et o um lance publica et o un gofanon dont estoit l'arme impérial conferma à Raynolfe lo conté d'Averse et de son territoire. Leo Marsicanus II, 63 (von Petrus diaconus überarbeitet) beruht auf Amatus. Wipo, cap. 37: dissensiones, quae erant inter Nortmannos extraneos et indigenas, sola iussione sedavit. Ann. Cavenses, Casinenses 1038; Desiderius, Dialogi 1, 9; Ann. Altah. 1038.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 280e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1038-05-15_1_0_3_1_0_502_280e
(Abgerufen am 23.10.2017).