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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad verleiht das Erzbistum Mailand, das er als vakant betrachtet, seinem Kaplan Ambrosius, einem Mailänder Kardinalpriester und Sohn einer vornehmen Familie der Stadt. Während sich dieser vergebens bemüht, Anhänger zu gewinnen, bleiben die Mailänder Aribert treu und verwüsten die Güter des Ambrosius. Wipo, cap. 36; Arnulf, SS. 8, 15. Nach Ann. Magdeburg. und Annal. Saxo, die auf den verlorenen Ann. Hildesh. maiores beruhen, wäre die Ernennung des Ambrosius zum Erzbischof erst im Jahre 1038 anläßlich der Exkommunikation Ariberts durch Papst und Kirchenversammlung (siehe unten Nr. 278a) erfolgt; das übereinstimmende Zeugnis Wipos und Arnulfs lehrt jedoch, wie Breßlau, Jahrbücher 2, 252, gezeigt hat, daß der Kaiser zunächst völlig eigenmächtig vorging und seinen selbstherrlichen Akt ein Jahr später kirchlich sanktionieren ließ.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 254c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1037-05-00_1_0_3_1_0_459_254c
(Abgerufen am 20.01.2017).