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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Die Bischöfe von Piacenza, Cremona und Vercelli werden vor dem Kaiser wegen Teilnahme an der Verschwörung Ariberts als Hochverräter angeklagt und auf Grund eines Spruches des Fürstengerichts zur Verbannung nach Deutschland verurteilt.

Überlieferung/Literatur

Ann. Magdeb., Annal. Saxo, Ann. Altah., Augustani, Hildesh. minores, Herim. Aug. 1037; Wipo, cap. 35; Gesta episcoporum Cameracensium III, 55.

Kommentar

Wipo knüpft daran die Bemerkung, es habe das Mißfallen vieler erregt, daß Priester sine iudicio verurteilt würden. Aus Ann. Hildesh. maiores (Ann. Magdeburg., Ann. Saxo) ergibt sich jedoch eindeutig, daß ein gerichtliches Verfahren stattfand (ex senatus decreto ... episcopos trans Alpes conservandos contulit). Wipos Kritik dürfte sich auf den Umstand beziehen, daß das Urteil nicht durch ein geistliches Gericht gefällt wurde. Vgl. Breßlau, Jahrbücher 2, 265 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 254f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1037-00-00_3_0_3_1_0_462_254f
(Abgerufen am 26.07.2017).