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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad bestätigt einen Vertrag zwischen Abt Heithanrich von Werden und dem Hauptvogt des Klosters Graf Hermann, demzufolge die bisherigen drückenden Vogtdienste der klösterlichen Hintersassen durch Belehnung Hermanns mit genannten Gütern abgelöst wurden. ‒ Purchardus canc. ad vicem Bardoms archipell. (!); Fälschung aus der ersten Hälfte des 12. Jh., hergestellt unter Benutzung von DK. II. 2 sowie einer nur unvollständig überlieferten Aufzeichnung des 11. Jh. über den Vertrag (Kötzschke, Rheinische Urbare 2, 136 § 50) und des DK. II. 232, Abfindung des Vogtes gegenüber der echten Vorlage um mindestens fünf Hufen an vier Orten vermindert; M., SI. „Omnium Christi nostrorumque fidelium.”

Originaldatierung:
(VI. id. oct., Tullide).

Überlieferung/Literatur

Angebl. Düsseldorf Staatsarchiv (A).

Liber privilegiorum maior mon. Werdinensis (Mitte 12. Jh.), fol. 23', ebenda (B).

Kremer, Beiträge zur Gülch- und Bergischen Geschichte 3b, 18 no. 13 aus B (a); Lacomblet, Niederrhein. UB. 1, 106 no. 170 aus A; MG. DD. 4, 401 no. 286.

Böhmer 1418; Stumpf 2079.

Kommentar

Abt Heithanrich starb bereits am 11. November 1029; der Schreiber des Kopialbuches (B) verbesserte daher die Inkarnationszahl in 1026, setzte die Kaiserjahre auf drei herab und ließ die Königsjahre weg. Eine andere Hand hat diese Korrekturen wieder zum Teil abgeändert und mit dem angeblichen Original in Übereinstimmung gebracht. Vgl. Vorbemerkung zu DK. II. 286; Breßlau, Jahrbücher 2, 468 ff.; Schubert, Eine Lütticher Schriftprovinz 95 ff.; Beschreibung des gefälschten Siegels NA. 6, 564.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 242, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1036-10-10_2_0_3_1_0_432_242
(Abgerufen am 23.05.2017).