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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad schenkt dem Bischof Egilbert von Freising und seiner Kirche im Hinblick auf dessen treue Dienste sowie auf Intervention der Kaiserin Gisela und seines Sohnes König Heinrich zwei Königshufen an der Url in Österreich in der Grafschaft des Markgrafen Adalbert, die früher als Lehen zu dem in der Nähe gelegenen Freisinger Hof Mauer gehört hatten, ferner eine Königshufe weiter flußabwärts der Url, die Markgraf Adalbert zu Lehen hatte, und dazwischenliegend 30 Joch, die Aribo von der Ennsburg zu Lehen hatte, samt allem Zubehör zu freiem Verfügungsrecht zum Nutzen der Kirche; er bestätigt ihm außerdem seine Güter in einem Gebiet, das im Osten von der Mündung des Leuzmannsbaches in die Ybbs bis zur Ferschnitz, von da bis zur Reidling und im Westen von Kröllendorf bis zum Zauchbach, dann bis zur Reidling und zu den Bergen gegen Karantanien reicht (qualiter nos ... ob interventum et petitionem dilectae nostrae coniugis Gisilae imperatricis augustae nec non Heinrici regis filii nostri, ob iuge etiam devotumque servitium fidelis nostri Egilberti Frisingensis aclesiae (!) venerabilis episcopi eidem presuli suaeque acclesiae (!) Frisingensi largiti sumus in orienti parte iuxta fluvium Urula vocatum in comitatu marchionis Adalberi cum omni lege hobas regales duas, quae antea ad Murun sui iuris curtem ibi iuxta iacentem ex rebus regni pro beneficio concessae sunt, et insuper hobam unam regalem prope fluvium eundem inferius iacentem, quam habuit in beneficium predictus marchio Adalpertus, et etiam in medio utrarumque partium iugera XXXta supra dictae curti contigua, quae Aribo de Ensinburc in beneficium habuit ... in proprium tradidimus ... Insuper vero eidem episcopo confirmavimus ibi cetera sui iuris bona a termino orientali, ubi Liudzimannespah influit Ibisan, et inde Phezniza deindeque Rûdnicham itemque a termino occidentali a villa Chrellindors (!) usque in fluvium Zûchaha et ad Rûdnicham sicque ad montana Carinthiam respicientia). ‒ Purchardus canc. vice Bardonis archicap.; Ausfertigung A von Freisinger Hand unter Benutzung des DH. II. 192 auf Blankett (Monogramm voraufgefertigt) geschrieben, möglicherweise vom gleichen Verfasser wie die DD. K. II. 196 und 225, wohl wegen der zahlreichen Fehler und Auslassungen nicht vollzogen, SI. 4; zweite Ausfertigung A1 nur kopial überliefert, bietet korrekteren Text, M. aller Wahrscheinlichkeit nach vollzogen. „Si venerabilia ęcclesiarum dei.”

Originaldatierung:
(non. mai., Radaspone).

Überlieferung/Literatur

A: München Hauptstaatsarchiv.

Hund-Gewold, Metrop. Salisb. ed. Mon. 1, 145 aus Abschrift; Mon. Boica 29a, 45 no. 341 aus A; Zahn, CD. Austro-Frising. 1, 75 no. 74 aus A; MG. DD. 4, 287 no. 211.

Böhmer 1403; Stumpf 2061; Meiller, Reg. der Babenberger 5 no. 7; Jaksch, Mon. Carinthiae 3, 104 no. 247; Wiesflecker, Regesten der Grafen von Görz 1, 19 no. 39. Kopie nach A1: Freisinger Kopialbuch (2. Hälfte 12. Jh.) im Hauptstaatsarchiv zu München, Hochst. Lit. Freising Nr. 4, fol. 24 (C).

Theodor E. Mommsen, Zschr. f. bayer. Landesgesch. 5, 1932, 138 f., mit Varianten gegenüber A.

Kommentar

Das Freisinger Kopialbuch enthält zwei Kopien unseres Diploms. Während jene auf fol. 22 auf A zurückgeht, muß die Abschrift auf fol. 24 auf einer nicht mehr erhaltenen zweiten Ausfertigung beruhen; demnach sind die Ausführungen der Vorbemerkung zu DK. II. 211 zu berichtigen. Vgl. Mommsen l. c. 131 und 137 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 219, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1034-05-07_1_0_3_1_0_379_219
(Abgerufen am 06.12.2016).