Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

Sie sehen den Datensatz 374 von insgesamt 534.

Konrad und sein Sohn König Heinrich III. bestätigen auf Intervention der Kaiserin Gisela aus Liebe zum ersten Bamberger Bischof Eberhard die Gründung des Bistums Bamberg durch Heinrich II. sowie die Besitzungen und Rechte der bischöflichen Kirche daselbst, besonders die Immunität (qualiter ... per interventum dilectissime nostrae imperatricis Giselę, pro amore etiam dilecti fidelisque nostri Eberhardi primi sanctae dei Babenbergensis ęcclesię episcopi eundem locum a divo imperatore Heinrico secundo ... in episcopatum ... in honorem principis apostolorum Petri et sancti Georgii martiris sublimatum consensu fidelium nostrorum ... corroboramus ...). ‒ Burchardus canc. vice Pardonis archicap.; Diktat des Bamberger Schreibers Ba. IV, verfaßt unter Benutzung des Privilegs Johanns XVIII. JL. 3954; A ist unvollzogenes Original mit zahlreichen Korrekturen, auf von Ba. IV hergestelltem Blankett, das neben der Signumzeile auch die Datierung enthielt, von Burch. B geschrieben, freigelassene Lücken für das Tagesdatum vor kal. maii und in der Korroboratio vor inpressione für die Worte sigilli nostri oder bullae nostrae nicht ausgefüllt; A1 vollzogenes Original, in zwei Absätzen ganz von der Hand des Burch. B geschrieben, mit Bleibulle besiegelt, die beiden Lücken in Korroboratio und Datierung sind von Burch. B nachträglich durch die Worte bullae nostrae bzw. durch das Tagesdatum XI ausgefüllt. „In examine cuncta dei conspicientis.”

Originaldatierung:
(XI. kal. maii, Ratispone).

Überlieferung/Literatur

Unvollzogenes München Hauptstaatsarchiv (A); vollzogenes ebenda (A1).

Schannat, Vindemiae lit. 2, 110 no. 3 aus A1; Mon. Boica 29a, 41 no. 339 aus A1; MG. DD. 4, 279 no. 206 aus AA1

Böhmer 1398; Stumpf 2056.

Kommentar

Im Gegensatz zu den DD. K. II. 195 und 196 ist die zugleich im Namen Heinrichs III. ausgestellte Urkunde von diesem nicht mitunterfertigt worden, sondern enthält nur das Monogramm Konrads; vgl. Breßlau, UL. 2 2, 284 Anm. 2, und Vorbemerkung zu DK. II. 206. ‒ Die Worte Romano tantummodo mundiburdio subditus der Vorlage JL. 3954 sind von der kaiserlichen Kanzlei wohl mit Absicht ausgelassen worden; vgl. Stengel 1, 388, Anm. 4. ‒ Über die mit Benutzung des DK. II. 206 hergestellte moderne Fälschung Stumpf 2065 vgl. Breßlau, Kanzlei 161, no. 279; Jahrbücher 2, 107, Anm. 3; Wibel, NA. 30, 165, Anm. 2.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 214, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1034-04-21_1_0_3_1_0_374_214
(Abgerufen am 18.01.2017).