Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

Sie sehen den Datensatz 373 von insgesamt 534.

Konrad beurkundet, daß Herzog Theoderich (als dux Alliesedis bezeichnet) das Gut Donceel (allodium quod dicitur Donumcyrici), das ihm der Kaiser verliehen hatte, nachdem es einem Ritter wegen Majestätsverbrechens entzogen worden war, an den lothringischen Großen Gozelo von Engis und dessen Konkubine Judith als freies Allod übertragen habe, so daß es nur ihnen und ihren Nachkommen dienen und die Gerichtsbarkeit über Verbrechen nach altem Herkommen daselbst ausgeübt werden solle (Si quid vero delicti aut in furto vel aliquo tumultu in potestate illa fuerit commissum, nostra auctoritate ... est sancitum secundum legem et consuetudinem priorum temporum ibidem discutiendum esse et corrigendum). Zeugen: Herzog Gozelo und sein Sohn Gozelo, preses Gilebertus von Looz (Los) und sein Bruder Arnulf, Cuno von Heers (Hairs), Elbertus von Jalhay (Iala), Gislanus del Sarth (Sart, Prov. Lüttich, Ar. Verviers?), Wenricus de Pare, Algis von Thorembais (Torenbais), Razo de Melchue (Meckel, Kreis Bitburg, Bez. Trier?), Stephanus de Laice. ‒ Frei erfundene Fälschung aus dem Ende des 11. Jh., unbesiegelt. „Honor regis est iuditium diligere.”

Originaldatierung:
(in sancto pascha, Leodii).

Überlieferung/Literatur

Angebl. Lüttich Staatsarchiv (A).

Roland, Bulletins de la Commission royale d'histoire 76, Brüssel 1907, 548 (mit Faksimilefragment) aus A; MG. DD. 4, 400 no. 285; Breßlau, NA. 34, 409 f.

Stumpf 2054.

Kommentar

Wohl 1084‒1088 im Kloster St. Jakob zu Lüttich zur Sicherung der Gerichtsbarkeitsrechte des Klosters über das 1084 erworbene, 1088 von Heinrich IV. (Stumpf 2889 a) bestätigte Gut Donceel angefertigt; von gleicher Hand wie die Urkunde Bischof Heinrichs von Lüttich von 1086 betreffend die Erwerbung des genannten Gutes. Vgl. Roland l. c., 548 ff.; Schubert, Eine Lütticher Schriftprovinz 85 ff.; Breßlau, NA. 34, 409 ff.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 213, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1034-04-14_2_0_3_1_0_373_213
(Abgerufen am 30.03.2017).