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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Zweiter Feldzug gegen Burgund. Odo hatte sich an die Vereinbarungen des Vorjahres (siehe oben Nr. (n. 209 a) ) nicht gehalten. Noch immer waren Teile des burgundischen Reiches in seiner Hand und nicht lange nach dem Abmarsch des Kaisers unternahm er einen Vergeltungszug nach Lothringen. Huius anni aestate (Wipo, cap. 32, wohl im Juni) bricht Konrad mit starker Heeresmacht auf, von Gisela bis Basel begleitet. Die Kaiserin begibt sich von da nach Straßburg, um seine Heimkehr abzuwarten. Er dringt ins Rhonetal vor und nimmt die meisten festen Plätze des Landes. Ein italienisches Heer unter Führung des Erzbischofs Aribert von Mailand und des Markgrafen Bonifaz von Tuszien war gleichzeitig aus der lombardischen Ebene über das Gebiet des Markgrafen Manfred von Turin, die Burg Bard und den Großen St. Bernhard vorgedrungen. Wahrscheinlich befand sich auch Erzbischof Gebhard von Ravenna bei dieser Streitmacht (Breßlau l. c. 109 f.). Nachdem ferner Graf Humbert Weißhand von Savoyen zu den Italienern gestoßen war und ihre Führung übernommen hatte, konnte sich das Südheer, etwa in der Nähe von Genf, mit den Kaiserlichen vereinigen. Damit war der Feldzug entschieden. Odo, der sich außerstande sieht, den Kampf gegen eine derartige Übermacht aufzunehmen, verläßt das Land fluchtartig.

Überlieferung/Literatur

Chron. S. Michaelis in pago Virdun., SS. 4, 84; Wipo, cap. 32; Arnulf II, 8, SS. 8, 14; Ann. Sangall. maiores, Herim. Aug., Chron. Suev. univ., Ann. Augustani, Hildesheim. minores 1034.

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 2, 103 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 222a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1034-00-00_1_0_3_1_0_383_222a
(Abgerufen am 30.05.2017).