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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad hält an der Spitze starker sächsischer Heeresmacht Gericht über einen blutigen Streitfall zwischen Sachsen und Liutizen, der gefährliche Ausmaße anzunehmen drohte. In der Nähe von Werben an der Elbe waren der sächsische Graf Liudger, ferner ein gewisser Thiedof und Wolverad samt 40 Kriegern von den Wenden erschlagen worden. Der Kaiser befiehlt nach dem Rat der Fürsten, es solle durch Zweikampf entschieden werden, wer zuerst die Feindseligkeiten begonnen habe. Das Gottesurteil fällt zugunsten des heidnischen Wenden aus, der Christ sinkt verwundet zu Boden; nur die Anwesenheit des Kaisers hindert die Heiden daran, zum allgemeinen Angriff gegen die Christen überzugehen. Konrad legt eine starke Besatzung in die Burg Werben, um die Liutizen im Zaum zu halten, und verpflichtet die sächsischen Fürsten eidlich, den Heiden einmütig Widerstand zu leisten. Offenbar ist es infolge des Ausganges des Gottesurteiles nicht zur Formulierung eines kaiserlichen Richterspruches gekommen. Es scheint Konrad damals nicht gelungen zu sein, den Frieden im Grenzgebiet herzustellen.

Überlieferung/Literatur

Wipo, cap. 22; Ann. Hildesh., Magdeburg. 1022.

Kommentar

Breßlau, Jahrbücher 2, 89 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 210a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1033-00-00_2_0_3_1_0_366_210a
(Abgerufen am 24.10.2017).