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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Kraft der Autorität Kaiser Konrads und mit Zustimmung der Brüder Hermann (Markgraf von Meißen) und Ekkehard, der bisherigen Erbeigentümer des nun zu bischöflicher Ehre erhöhten Ortes, gewährt Bischof Kadaloh von Naumburg den Kaufleuten aus Jena, die sich freiwillig in Naumburg niederlassen, für ihre eingehegten Grundstücke samt den Hofstätten Zinsfreiheit und freies Verfügungsrecht unter Vorbehalt der landesüblichen Leistungen an den Bischof. Konrad verleiht ihnen das Recht der Kaufleute des Reiches und sichert ihnen Verkehrsfreiheit zu (quod ego Kadaloh dei gratia Niumburgi episcopus auctoritate gloriosi imperatoris Cuonradi consensuque fratrum Herimanni et Ekkehardi ... mercatoribus Gene ob spontaneam coniventiam sua linquendi hucque migrandi id dono concessi, ut, quę septa cum areis quisque insederit, perpeti iure sine censu possideat indeque licentiam faciendi quicquid voluerit habeat, ea lege dumtaxat ut ius omnium negociatorum nostrę regionis mihi profiteantur meisque postmodum successoribus ritu omnium mercantium liberaliter obsequantur. Cuius rei gratia opem regiam adii eiusque munificentiam cunctis profluam impetravi, ut eis ius gentium condonaret. Qui ... annuit atque ob commodum loci undique exeundi et redeundi immunitatem regia potestate concessit ...). ‒ Von unbekannter Hand geschriebene, mit Konrads Siegel (SI. 4) beglaubigte Privaturkunde. „Notum sit omnibus.”

Originaldatierung:
(Imileue).

Überlieferung/Literatur

Naumburg Domstiftsarchiv (A).

Faksimile: Kaiserurkunden in Abb., Lief. 2, Tafel 4b.

Lepsius, Geschichte von Naumburg 1, 198 no. 11 aus A; MG. DD. 4, 258 no. 194.

Stumpf 2044 a; Dobenecker 707.

Kommentar

Nach dem letzten Wort feliciter sind einige Buchstaben ausgewischt, die als III. id. oder als in n gedeutet werden können; im ersteren Falle könnte die Urkunde 1033 Juli 13 zu Memleben ausgestellt sein. Ortsangabe möglicherweise nachgetragen, Datierung uneinheitlich? Vgl. Vorbemerkung zu DK. II. 194. ‒ Nach der älteren Literatur handelt es sich um Großjena, nach Keutgen, Urkunden zur städtischen Verfassungsgeschichte 1, 45, no. 76, um Klein- oder Deutschjena.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 201, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1033-00-00_1_0_3_1_0_354_201
(Abgerufen am 19.01.2017).