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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Graf Odo von der Champagne nimmt einen Großteil des Königreiches Burgund in Besitz, dessen Krone er auf Grund seiner Verwandtschaft mit Rudolf III. beansprucht. Vor allem die romanischen Landesteile schließen sich ihm an; darüber hinaus gelingt es ihm, den Jura zu überschreiten, die Burgen Neuenburg und Murten zu nehmen und mit starken Besatzungen zu belegen. In der Provence wird er als König anerkannt (Belege bei Breßlau, Jahrbücher 2, 16). Nach anfänglichem Widerstand, den er durch eine Belagerung bricht, unterwirft sich ihm auch Vienne; er vereinbart mit Erzbischof Leodegar von Vienne, daß er zu einem festgesetzten Termin daselbst zum König erhoben und gekrönt werden solle.

Überlieferung/Literatur

Ann. Sangall, maiores 1022: Uoto ... regnum Burgundionum tamquam haereditatem patrum suorum valida manu affectavit. Herim. Aug. 1022: Odo ... regnum Burgundiae invasit captisque Nuenburg et Murtena castris sua in eis praesidia imposuit. Wipo, cap. 29 und 20; Hugo v. Flavigny II, 29; Ann. Augustani 1022.

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 2, 13 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 189c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1032-00-00_1_0_3_1_0_330_189c
(Abgerufen am 22.11.2017).