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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Mieszko, der nach der Ermordung seines Bruders Otto Bezprim die Herrschaft zurückgewonnen hatte, bemüht sich um die Herstellung eines guten Einvernehmens mit dem Kaiser. Er sucht die Gunst der Kaiserin Gisela und der anderen Fürsten zu gewinnen und schickt eine Gesandtschaft an Konrad, um eine Zusammenkunft mit ihm herbeizuführen. Seine Bemühungen haben jedoch keinen Erfolg. Konrad unternimmt vielmehr noch im September dieses Jahres einen neuerlichen Feldzug gegen Polen, über dessen Verlauf uns die Quellen nicht unterrichten. Entscheidende Kampfhandlungen scheinen nicht stattgefunden zu haben. Wahrscheinlich hat Konrad das Unternehmen an der Ostgrenze seines Reiches abgebrochen, als ihn die Nachricht vom Tode des burgundischen Herrschers erreichte. Wir hören auch nichts von Kriegshandlungen Mieszkos gegen das Reich nach dem Rückzug des Kaisers. Breßlau, Jahrbücher 2, 10, neigt daher zu der Annahme, es sei ein Abkommen zwischen den beiden Herrschern zustandegekommen, bevor Konrad den Kampf um das burgundische Erbe aufnahm. Doch kann die Waffenruhe ebensogut von selbst eingetreten sein, da beide Partner anderweitig beschäftigt waren: der Kaiser in Burgund, Mieszko mit der Festigung seiner eben erst wiedergewonnenen Herrschaft. Die ältere Ansicht, es sei auf einem Tage zu Merseburg am 7. Juli 1032 ein Friede zwischen Konrad und Mieszko zustandegekommen, muß nach Breßlau l. c. 8 f. als überholt gelten.

Überlieferung/Literatur

Wipo, cap. 29; Ann. Hildesheim., Magdeburg., Ratispon., Sangall, maiores, Augustani, Annal. Saxo 1032; Herim. Aug. 1032.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 186a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1032-00-00_1_0_3_1_0_322_186a
(Abgerufen am 24.07.2017).