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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Friedensschluß mit Ungarn. Der minderjährige, unter der Vormundschaft Bischof Egilberts von Freising stehende Heinrich III., zugleich als Herzog von Bayern an den Grenzstreitigkeiten interessiert, empfängt eine Gesandtschaft König Stephans und schließt mit ihr auf den Rat der Fürsten, nach Wipo ohne Wissen des Kaisers, einen Vertrag. Wahrscheinlich wurde damals das Gebiet zwischen Fischa und Leitha, das im Jahre 1043 von Heinrich III. zurückgewonnen wurde, an Ungarn abgetreten. ‒ Anders Chron. Suev. univ. 1031, wonach ein Friedensschluß zwischen Stephan und dem Kaiser zustandegekommen wäre, während Ann. Altahenses 1033 berichten, Heinrich sei persönlich zum Abschluß des Vertrages nach Ungarn gereist. ‒ Wipos höfische Darstellung lobt das Vorgehen Heinrichs, der ein Unrecht wieder gutgemacht habe, denn der Ausbruch der Feindseligkeiten sei von den Bayern verschuldet worden.

Überlieferung/Literatur

Wipo, cap. 26; Herim. Aug., Ann. Hildesheim., Magdeburg., Augustani, Annalista Saxo 1031; Ann. Altah. 1033.

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 1, 311 ff.; Steindorff, Jahrbücher Heinrichs III., 1, 23‒25, und Exkurs II; Riezler, Geschichte Bayerns I/2 2, 43. Da der Vertrag nach den Ableitungen der verlorenen Ann. Hildesheim. maiores vom Kaiser und vom König abgeschlossen wurde, wird man eine nachträgliche Genehmigung des Vorgehens Egilberts von Freising durch Konrad annehmen dürfen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 172a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1031-00-00_1_0_3_1_0_302_172a
(Abgerufen am 28.03.2017).