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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Herzog Ernst begibt sich gemeinsam mit seinem getreuen Vasallen Werner von Kiburg nach Frankreich, um bei seinem Verwandten, dem Grafen Odo von der Champagne, Rat und Hilfe gegen seinen Stiefvater zu suchen, jedoch vergebens; er kehrt daraufhin nach Schwaben zurück und setzt sich mit Werner auf Burg Falkenstein in der Einöde des Schwarzwaldes fest. Von dort aus leistet er mit schwachen Kräften dem Kaiser Widerstand und bedrückt die umliegenden Gegenden, wird jedoch von den Kaiserlichen erfolgreich bekämpft. Daher schlägt er sich nach dem Verlust seiner besten Pferde in die Baar, die Ebene östlich des Schwarzwaldes, durch und findet dort am 17. August den Tod im Kampfe gegen den Grafen Manegold, einen kaiserlichen Vasallen, der von der Abtei Reichenau ein großes Lehen innehatte und dem Konrad sowie Bischof Werner von Konstanz, der das Herzogtum Schwaben für den minderjährigen Hermann, Ernsts Bruder, verwaltete, die Obhut dieser Gegend anvertraut hatte. Auch Werner, Manegold und viele andere, darunter die Edlen Adalbert und Werin, fallen. Ernsts Leichnam wird in der Marienkirche zu Konstanz beigesetzt, nachdem ihn Bischof Warmann vom Kirchenbann losgesprochen.

Überlieferung/Literatur

Wipo, cap. 28; Herim. Aug. 1030; Ann. Sangall. maiores 1030; Chron. Suev. univ. 1030; Ann. Wirzeburg. 1030; Annal. Saxo 1029. Necrol. Sangall, ed. Dümmler und Wartmann, S. 50: dux et decus Alamannorum; Necrol. Weissenburgense Font. 4, 313; Necrol. Augiense l. c. 143.

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 1, 301 ff.; Ladewig-Müller, Regesta episcoporum Constantiensium 1, Nr. 439.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 158c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1030-00-00_2_0_3_1_0_283_158c
(Abgerufen am 26.03.2017).