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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad verleiht der bischöflichen Kirche zu Trient unter Bischof Ulrich auf Intervention der Kaiserin und seines Sohnes Heinrich die Grafschaften Vintschgau und Bozen, letztere innerhalb genau angegebener Grenzen samt dem Forst auf dem Ritten, wie sie bisher Herzoge, Markgrafen oder Grafen zu Lehen innehatten, samt allen Einkünften für alle Zeiten als Eigentum (qualiter nos per interventum dilecte coniugis nostre imperatricis videlicet et Heinrici filii nostri comitatum Uenustensem ... Tridentine ecclesie ... in perpetuum damus ... Preter hec concedimus ... ecclesie Tridentine et eius provisori Ovdalrico venerabili episcopo suisque successoribus comitatum Bauzanum ..., qui incipit in Bauzana et terminatur ex una parte in Tinna fluvio et ex alia parte in Bria fluvio, ex tercia quoque parte in Garganzano fluvio, et quicquid eiusdem comitatus Bauzani infra parochiam ... ecclesie Tridentine continetur ... cum foreste iacente in monte Ritena ...). ‒ Unter Benutzung des DK. II. 101 vielleicht von UD verfaßt. „Si ecclesias dei.”

Originaldatierung:
(kal. iunii, monte Rittena in loco qui dicitur Fontana frigida).

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Transsumpt (1280 August 8) im Staatsarchiv zu Trient, Hochstiftsarchiv (B).

Ughelli, Italia sacra ed. II. 5, 592 aus B; MG. DD. 4, 144 no. 102.

Böhmer 1325; Stumpf 1955; Huter UB. 1, 31 no. 52.

Kommentar

Inkarnations- und Kaiserjahr um je eine Einheit zu hoch, möglicherweise Überlieferungsfehler infolge Beschädigung des verlorenen Originals, das dem Notar Zacheus im Jahre 1280 vorlag. Nach Stumpf und Huter l. c. 31 kann ursprünglich vor kal. iunii ein Zahlzeichen gestanden haben, das 1280 ebenfalls bereits zerstört gewesen sein mag; das Diplom würde dann in die letzten Tage des Mai gehören. ‒ Die vielumstrittene Urkunde (vgl. A. Huber, AÖG. 63, 611ff.; MIÖG. 6, 394 ff.; O. Stolz, AÖG. 102, 111; Suster, Archivio per l'Alto Adige 4, 343, und 5, 152; Heuberger, Schlern 8, 186, und 11, 396) ist wohl mit Huter, Veröff. des Mus. Ferd. 12, 61‒67 und Tiroler UB. 1, 31 bis auf die vom Bistum Trient anläßlich des Prozesses gegen Meinhard II. zur Sicherung des Besitzes Bozens und der unmittelbar nördlich anschließenden Gebiete interpolierten Grenzangaben im Eisack- und insbesondere im Etschtal als echt anzusehen. ‒ Zur Lage von Fontana frigida Heuberger, Schlern 9, 233 ff.

Nachträge (1)

Nachtrag von Dieter Rübsamen, eingereicht am 22.09.2015.

Lit.: F. Vonficht, Zur Urkunde Konrads II. Über die Schenkung der Grafschaft Vinschgau und Bozen an den Bischof van Trient, in: Der Schlern 54 (1980), S. 81-88.

 

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 105, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1027-06-01_1_0_3_1_0_192_105
(Abgerufen am 17.01.2017).