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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad bestätigt der bischöflichen Kirche zu Trient unter Bischof Ulrich auf Intervention der Kaiserin und seines Sohnes Heinrich die Grafschaft Trient mit allem Zubehör und allen Nutzungen, wie sie bisher Herzoge, Grafen oder Markgrafen als Lehen innehatten, für alle Zeiten als Eigentum, ausgenommen jene Rechte, welche er mit Zustimmung des genannten Bischofs Ulrichs dem Bistum Feltre innerhalb der Grenzen letzterer Diözese durch Urkunde verliehen hat (qualiter nos per interventum dilectę nostrae coniugis videlicet imperatricis et Heinrici nostri dilecti filii comitatum Tridentinum ... sanctę Tridentinę ecclesię ... in proprium ... imperpetuum damus tradimus atque confirmamus, exceptis his rebus, quas ecclesię Feltrensi infra suos terminos, id est ab ecclesia sancti Desiderii in loco qui dicitur Campo longo usque in finem episcopatus ipsius ... per praeceptum nostrę confirmationis contulimus). ‒ Ovdalricus canc. vice Arbonis archiepiscopi; außerhalb der Kanzlei wohl von einem Trienter Kleriker nach einem von EB im Jahre 1004 verfaßten Deperditum Heinrichs II., das noch Friedrich I. im Jahre 1161 (Stumpf 3919) vorlag, geschrieben; M., SI. 3. „Si eclesias dei.”

Originaldatierung:
(pridie kal. iunii, Prixię).

Überlieferung/Literatur

Trient Staatsarchiv (früher Wien Haus-, Hof- und Staatsarchiv) (A).

Faksimile: Archivio paleogr. Italiano 7, Tafel 97.

Ughelli, Italia sacra ed. II. 5, 591 aus Abschrift; Schwind-Dopsch, Ausgewählte Urkunden 1 no. 1 aus A; MG. DD. 4, 143 no. 101.

Böhmer 1324; Stumpf 1954; Huter, Tiroler UB. 1, 30 no. 51.

Kommentar

Wohl uneinheitliche Datierung; der Ausstellungsort dürfte auf die Vollziehung in Brixen, das Tagesdatum entweder auf die Handlung oder auf ein früheres Stadium der Beurkundung zu beziehen sein, falls nicht die schon von Stumpf geäußerte Vermutung zutreffen sollte, der auch Huter, Tiroler UB. 1, 30 f. zuneigt, daß die Datierung des DK. II. 102 verstümmelt ist. ‒ Die Schenkung der Grafschaftsrechte erfolgte jedenfalls schon unter Heinrich II. (Breßlau UL. 2 2, 287). ‒ Vgl. Breßlau NA. 34, 106 ff.; Heuberger. Schlern 8, 134 f.; Voltelini, Erläuterungen zum Historischen Atlas 3/3, 131 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 104, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1027-05-31_1_0_3_1_0_191_104
(Abgerufen am 16.01.2017).