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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Synode . Papst Johann XIX. führt gemeinsam mit dem Kaiser den Vorsitz. Patriarch Poppo von Aquileja erhebt vor Papst und Kaiser fußfällig Klage auf Anerkennung der kirchlichen Oberhoheit Aquilejas über Grado. Da Patriarch Urso von Grado der dreimaligen Ladung durch den Papst beziehungsweise den Archidiakon der römischen Kirche nicht Folge geleistet hatte, der venezianische Diakon Petrus aber, der in seinem Auftrage erschienen war und zunächst leugnete, daß Urso die Ladung überhaupt erhalten habe, sich nicht bereitfand, diese Behauptung eidlich zu erhärten, sondern vielmehr erklärte, er sei nicht um dieser Angelegenheit willen nach Rom gekommen, wird durch Zeugen und Urkunden im Sinne der Klage Poppos entschieden und Grado für ewige Zeiten dem Patriarchat Aquileja untergeordnet. Papst und Kaiser investieren den Patriarchen Poppo gemeinsam durch das Symbol des Stabes mit dem Bistum Grado und erteilen dem Bibliothekar der römischen Kirche den Befehl, darüber ein Privileg für Aquileja (JL. 4085, Kehr, Italia Pontificia 7/1, S. 29, Nr. 53) auszustellen.

Überlieferung/Literatur

Imperante Chuonrado perpetuo augusto anno primo, octavo idus aprilis, indictione decima, presidente sancto ac beatissimo nonodecimo Johanne universali papa sedis apostolice urbis Rome, una cum predicto imperatore in ecclesia domini dei et salvatoris nostri Jesu Christi, que vocatur Constantiniana ... MG. Const. 1, 82, Nr. 38; JL. 1., S. 517; Stumpf 1931; Kehr, Italia Pontificia 7/1, S. 29, Nr. 52; Boye, NA. 48, 79. Erwähnt in DK. II. 205, unten Nr. 212.

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 1, 138 ff., 157 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 82b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1027-04-06_2_0_3_1_0_164_82b
(Abgerufen am 18.01.2017).