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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Aus geringfügigem Anlaß kommt es in den Ostertagen zu schweren Zwischenfällen zwischen Römern und Deutschen. Der Streit um eine Rinderhaut führt zu einem Handgemenge, das viele Tote fordert, unter denen Berengar, der Sohn des Grafen Liutold, besonders erwähnt wird. Konrad läßt Berengar, der ihm sehr nahestand, neben dem Grabe Kaiser Ottos II. beisetzen. Am folgenden Tage erscheinen die an jenem Tumult beteiligten Römer barfuß vor dem Kaiser, die Freien mit entblößten Schwertern, die Unfreien mit Stricken um den Hals, gleichsam bereit, die Todesstrafe zu empfangen, und leisten so Genugtuung.

Überlieferung/Literatur

Wipo, cap. 16; Sigeberti Chronicon 1027 (SS. 6, 356); Andreae Danduli Chronicon IX, cap. III (Muratori, Alte Serie 12, 229).

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 1, 145 f; Graf, Die weltlichen Widerstände Nr. 56 und S. 88.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 73e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1027-03-20_1_0_3_1_0_152_73e
(Abgerufen am 28.03.2017).