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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Gesandtschaft Bischof Werners von Straßburg nach Konstantinopel. Er hat die Aufgabe, ein Bündnis zwischen Konrad und dem byzantinischen Kaiser zustandezubringen, das durch die Vermählung des jungen Heinrich III. mit einer der beiden jüngeren Töchter des söhnelosen Konstantin IX., Zoe oder Theodora, bekräftigt werden sollte. Mit großem Gefolge und reichem Aufwand, darunter auch viel Vieh (Pferde, Rinder, Schafe und Schweine) tritt Werner die Fahrt an; König Stephan von Ungarn verweigert ihm jedoch den Durchzug, offenbar aus Mißtrauen gegen die geplante diplomatische Verbindung zwischen den beiden Imperien. Werner muß daher umkehren und den Weg über Italien einschlagen. Nach längerem Aufenthalt im Gebiet von Verona gelingt es ihm, sich unter erheblichen Schwierigkeiten in Venedig einzuschiffen. Nach stürmischer Seefahrt durch die Adria trifft er endlich in Konstantinopel ein, wird daselbst vom Kaiser ehrenvoll empfangen und nimmt die Verhandlungen auf.

Überlieferung/Literatur

Wipo, cap. 22; vgl. Ann. Augustani 1028.

Kommentar

Breßlau, Jahrbücher 1, 234 ff.; ders., FDG. 10, 606 ff.; Wentzke, Regesten der Bischöfe von Straßburg 271, no. 253‒256. Über das nicht erhaltene Chrysobull des Kaisers Romanos III. Argyros an Konrad, die geplante Familienverbindung betreffend vgl.Dölger, Regesten der Kaiserurkunden des Oströmischen Reiches Nr. 830; Ohnsorge, Zweikaiserproblem 74.

Nachträge (1)

Nachtrag von Daniel Frisch, eingereicht am 26.10.2011.

Es war nicht Konstantin IX, sondern Konstantin VIII.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 116b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1027-00-00_1_0_3_1_0_216_116b
(Abgerufen am 17.10.2017).