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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Unterwerfung Pavias und des aufständischen Adels in Oberitalien. Wipo, cap. 12: et ita per biennium omnes Ticinenses afflixit, donec omnia, quae praecepit, omni dilatatione postposita complerent. Diese Angabe bedarf nach Breßlau, Jahrbücher 1, 136, Anm. 3, insofern einer Korrektur, als sich Konrad gar nicht zwei Jahre hindurch in Italien aufgehalten hat. Zur Datierung des Ereignisses vgl. Breßlau l. c. und Giesebrecht 2 5, 244. Etwa zur gleichen Zeit dürften sich die Häupter der adeligen Opposition in Oberitalien und Schutzherren der Pavesen, die Otbertiner und Aledramiden, entschlossen haben, die Herrschaft Konrads anzuerkennen. Wahrscheinlich wurde die Stadt durch die Fürsprache des Abtes Odilo von Cluny, der gute Beziehungen zu Pavia unterhielt und anläßlich der Kaiserkrönung in Rom weilte, aber schon vorher zum Heere Konrads gestoßen sein dürfte, vor der Rache des Königs bewahrt. Epitaphium Odilonis, cap. 6, SS. 15, 813: Gaudebat Italia, cum Odilonis aderat presentia, et precipue familiaris sibi Papia, cuius prece et industria temporibus Heinrici et Chonradi imperatorum liberata est ab excidio gladii et periculo incendii. Ein Wiederaufbau der Königspfalz scheint nicht erfolgt zu sein; das Bestehen einer Pfalz ist für die Zeit nach 1024 nicht bezeugt.

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 1, 136 f.; Graf, Die weltlichen Widerstände Nr. 54 und S. 87.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 72c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1027-00-00_1_0_3_1_0_145_72c
(Abgerufen am 17.10.2017).